- MAS hat Hyperliquid zu seiner Investor Alert List hinzugefügt und damit Vorsicht signalisiert, ohne ein Verbot zu verhängen.
- Hyperliquid sagt, das Angebot sei kein Verbot oder eine Durchsetzungsmaßnahme und arbeitet weiterhin normal.
- Dies signalisiert eine wachsende regulatorische Kontrolle in Singapur und mögliche Auswirkungen auf DeFi-Protokolle.
Am 26. Juni 2026 hat die Monetary Authority of Singapore (MAS) laut Quellen Hyperliquid, eine leistungsstarke Layer-1-Blockchain und dezentrale Perpetuals DEX, zu ihrer Investor Alert List (IAL) hinzugefügt.
Hyperliquid, mit einem monatlichen Handelsvolumen, das derzeit durchschnittlich zwischen 200 und 225 Milliarden Dollar liegt, wurde neben den zugehörigen Webseiten hyperfoundation.org und app.hyperliquid.xyz/trade aufgeführt.
Was ist die MAS Investor Alert List?
Das IAL ist ein öffentliches Tracking-Register, das von der MAS warnt lokale Verbraucher vor Unternehmen, die fälschlicherweise als lizenziert, autorisiert oder reguliert in Singapur gelten könnten. Sie fungiert in erster Linie als Instrument für Investorenbildung und Verbraucherschutz.
Wichtig ist, dass die Aufnahme im IAL kein Verbot, keine Durchsetzungsmaßnahme oder eine Feststellung von Fehlverhalten ist. Stattdessen dient es als Instrument zur Investorenbildung und warnt, dass der Kontakt mit börsennotierten Unternehmen nicht die regulatorischen Schutzmaßnahmen bietet, die bei der Nutzung von MAS-lizenzierten oder autorisierten Firmen gewährt werden.
Hyperliquids offizielle Antwort
Hyperliquid hat umgehend auf die Ergänzung der MAS Investor Alert List über sein offizielles X-Konto reagiert. In seiner Erklärung betonte das Protokoll, dass die IAL-Auflistung „kein Verbot, keine Durchsetzungsmaßnahme oder eine Feststellung eines Fehlverhaltens darstellt.“
Es wurde klargestellt, dass die Liste lediglich Einheiten markiert, die „fälschlicherweise als lizenziert oder auf andere Weise von MAS autorisiert oder reguliert angesehen werden können“, und wies darauf hin, dass bereits viele große Börsen und DeFi-Protokolle enthalten waren.
Unterdessen hat Hyperliquid seine Position als permissionless infrastructure betont und erklärt, es habe „nie behauptet, von MAS lizenziert oder autorisiert zu sein“ und dass sich „nichts am Netzwerk geändert hat.“ Es wurde hervorgehoben, dass Nutzer Selbstbewahrung mit vollständiger On-Chain-Einigung behalten.
Die Antwort endete mit der Bekräftigung des Engagements des Ökosystems, „kollaborativ und konstruktiv mit Regulierungsbehörden und Institutionen weltweit zusammenzuarbeiten“ und gleichzeitig klare regulatorische Rahmenbedingungen für On-Chain-Finanzen zu unterstützen.
Umfassendere Auswirkungen auf die Krypto-Regulierung in Singapur
Die Aufnahme von Hyperliquid in den IAL setzt ein deutliches Muster verstärkter Beobachtung durch Singapurs MAS gegenüber nicht lizenzierten Kryptoplattformen fort. Nur neun Tage zuvor, am 17. Juni, hatte MAS die große zentralisierte Börse Bybit auf dieselbe Liste aufgenommen und sich damit zu früheren Einträgen wie KuCoin (Februar 2026) und Binance (seit 2021) gesellt.
Unterdessen hat die MAS-Listung für Hyperliquid-Nutzer keine unmittelbaren operativen Auswirkungen. Handel, Einzahlungen, Abhebungen, Selbstverwahrung und On-Chain-Abwicklung laufen wie gewohnt über alle Produkte hinweg. Die Listung ist in erster Linie eine regulatorische Offenlegung, die weder die Funktionalität des Protokolls verändert noch auf Durchsetzungsmaßnahmen gegen die Plattform hinweist.
Darüber hinaus spiegeln diese Maßnahmen Singapurs zweigleisigen Ansatz bei der Krypto-Regulierung wider. Das Land fördert weiterhin Innovationen durch Initiativen wie Project Guardian, das regulierte Tokenisierung und DeFi-Anwendungen erforscht. Gleichzeitig hält MAS strenge Schutzmaßnahmen gegen unregulierte Kryptoplattformen und -dienstleistungen aufrecht, die sich an Privatanleger richten.
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