- Das 30-Tage-Sharpe-Verhältnis von XRP fällt auf -0,29, da risikoadjustierte Renditen weiterhin schwach bleiben.
- Die XRP-Reserven von Binance sanken um fast 100 Millionen Token, was auf ein geringeres Börsenangebot zurückzuführen ist.
- Neutrale Derivatewerte zeigen aktiven Handel ohne Anzeichen extremer Hebelbelastung.
Der XRP handelt zum Zeitpunkt des Erdrückens zwischen etwa 1,04 bis 1,08 US-Dollar, da mehrere Marktindikatoren in widersprüchliche Richtungen zeigen. Das risikoadjustierte Momentum bleibt schwach, realisierte Verluste vertiefen sich, und die Derivateaktivität ist weitgehend normal.
Unterdessen sinken die Austauschreserven auf den wichtigsten Plattformen, was das unmittelbar verfügbare Angebot reduziert. Zusammen beschreiben die Daten einen unter Druck stehenden Markt, aber keinen einen, der eine bestätigte Umkehr hervorruft.
Risikobereinigte Renditen bleiben weiterhin belastet
Laut dem CryptoQuant-Analysten Arab Chain ist das 30-Tage-Sharpe-Verhältnis von XRP auf Binance auf -0,29 gefallen, was darauf hindeutet, dass die jüngsten Renditen die Anleger nicht für die angenommene Volatilität entschädigt haben. Der Sharpe Z-Score, derzeit nahe -1,57, platziert die risikobereinigte Performance des Vermögenswerts weiter deutlich unter seinem historischen Durchschnitt.

Arab Chain stellte außerdem fest, dass das siebentägige Sharpe-Momentum bei etwa -0,09 negativ bleibt. Dies deutet darauf hin, dass jüngste Versuche des Rebounds bisher keine nennenswerte Verbesserung der Qualität oder Konsistenz der Renditen gebracht haben.
Unterdessen ist Glassnodes 90-Tage-Durchschnitt des realisierten Gewinn-Verlust-Verhältnisses auf den niedrigsten Stand seit August 2022 gefallen. Dieser Rückgang signalisiert einen wachsenden Druck auf Marktteilnehmer, wobei ein wachsender Anteil der Anleger Positionen mit Verlust abschließen.

Die Aktivität der Ableitungen zeigt keinen extremen Stress
Trotz der schwachen Spotperformance deuten die Derivatedaten nicht auf extremen Marktstress hin. Das ungleichmäßige Ungleichgewicht des Dauer-bis-Spot-Volumens bei Binance liegt bei etwa 0,51, während der 30-Tage-Z-Score nahe 0,17 liegt. Beide Werte liegen nahe an den im vergangenen Monat beobachteten normalen Bedingungen.
Laut der Analyse von CryptoQuant macht Perpetual Trading weiterhin einen großen Anteil an der Marktaktivität aus. Das aktuelle Ungleichgewicht ist jedoch historisch gesehen nicht ungewöhnlich. Die Zahlen zeigen daher eine anhaltende Beteiligung an Derivaten, ohne Hinweise auf übermäßig aggressive Spekulationen zu zeigen.

Diese Unterscheidung ist wichtig, da die Liquidationsrisiken tendenziell steigen, wenn die gehebelte Positionierung weit über historische Normen hinausgeht. In diesem Fall bestätigt der nahezu neutrale Z-Score nicht, dass Händler ein ungewöhnlich extremes Niveau an Derivate-Exposition aufgebaut haben.
Die Devisenreserven fallen, da die Kursschwäche anhält
Während die Derivatbedingungen relativ stabil bleiben, deuten die Austauschreservendaten auf einen allmählichen Rückgang des leicht verfügbaren Angebots hin. Das XRP-Guthaben von Binance sank von 2,78 Milliarden Token am 12. Mai auf etwa 2,68 Milliarden am 25. Juni. Der Rückgang um 100 Millionen Token stellt einen Rückgang von fast 3,6 % dar.

Kleinere Rückgänge wurden auch an anderen großen Börsen verzeichnet. Upbits XRP-Reserve sank von etwa 2,51 Milliarden auf 2,48 Milliarden, während Bybits Saldo von etwa 92 Millionen auf 82 Millionen sank. Obwohl Binance den größten absoluten Rückgang verzeichnete, verzeichnete Bybit im gleichen Zeitraum den stärksten prozentualen Rückgang.
Im Grunde können fallende Börsensalden positiv sein, weil sie die Menge an XRP, die sofort für den Handel verfügbar ist, verringern. Allerdings garantieren allein Rücklagenentnahmen keine unmittelbare Preiserholung. Stärkere Spotnachfrage, tiefere Liquidität und verbesserte Marktstimmung wären weiterhin erforderlich, um eine nachhaltige Erholung zu unterstützen.
Fallende Börsensalden können positiv sein, da sie die Menge an XRP, die leicht zum Handel verfügbar ist, verringern. Allerdings garantieren allein Rücklagenentnahmen keine Preiserholung. Stärkere Spotnachfrage, verbesserte Liquidität und breiteres Marktvertrauen wären weiterhin notwendig, um eine nachhaltige Erholung zu unterstützen.
Zusammen ergeben die Indikatoren ein gemischtes Bild. Sinkende Devisenreserven deuten auf eine allmähliche Verschärfung des verfügbaren Angebots hin, während schwache risikoadjustierte Renditen, erhöhte realisierte Verluste und zurückhaltende Dynamik darauf hindeuten, dass die breiteren Marktbedingungen weiterhin unter Druck stehen. Obwohl die Derivateaktivitäten relativ stabil geblieben sind, deuten die Daten noch nicht auf eine klare Verschiebung des vorherrschenden Trends hin.
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