Trumps neue Zölle erklärt: Was sie für Märkte und Preise bedeuten

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  • Trumps neue Zölle decken nun fast alle US-Importe ab, was Fragen zu Preisen, Handel und globalen Märkten aufwirft.
  • Das Weiße Haus nennt Bedenken wegen Zwangsarbeit, aber Kritiker argumentieren, die Zölle dienen einer umfassenderen Handelsstrategie.
  • Höhere Importkosten könnten die Inflation anheizen, die Fed-Politik beeinflussen und die Stimmung an den Aktien- und Kryptomärkten prägen.

Die neuen Zölle von Präsident Donald Trump traten am Freitag in Kraft, wodurch die US-Importzölle auf Waren von 60 Handelspartnern ausgeweitet wurden und etwa 99,4 % aller Importe ins Land abgedeckt wurden, nachdem eine vorübergehende globale Abgabe ausgelaufen war. Die Regierung sagte, die Maßnahmen richte sich gegen Länder, die es nicht geschafft haben, Importe mit Zwangsarbeit einzudämmen, obwohl Kritiker argumentieren, Trump nutze die Politik, um breitere Handelsziele zu verfolgen.

Die neuen Zölle liegen zwischen 10 % und 12,5 % und betreffen einige der größten Handelspartner der Vereinigten Staaten. Die Politik könnte die Importkosten erhöhen, globale Lieferketten neu gestalten und Inflation, Finanzmärkte und Kryptowährungspreise beeinflussen.

Warum verhängt Trump diese Zölle?

Die Zölle ersetzen eine vorübergehende Abgabe von 10 %, die am Freitag ausgelaufen war, nachdem der Oberste Gerichtshof viele von Trumps früheren globalen Zöllen aufgehoben hatte und entschieden hatte, dass er seine Notstandsbefugnisse überschritten hatte. Die Entscheidung zwang die Regierung, eine weitere rechtliche Grundlage zu finden, um breite Einfuhrzölle beizubehalten.

Die Regierung leitete daraufhin eine Handelsuntersuchung nach Abschnitt 301 ein, ein Verfahren, das das US-Gesetz Washington erlaubt, wenn es der Meinung ist, dass Außenhandelspraktiken amerikanische Interessen unfair schädigen. Beamte kamen zu dem Schluss, dass die 60 Handelspartner US-Standards nicht erfüllt hatten, die darauf abzielten, zu verhindern, dass Waren, die mit Zwangsarbeit hergestellt wurden, in Lieferketten gelangen.

Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer sagte, die Zölle würden „einen Menschenrechtsverletzung und eine verzerrende Handelspraxis“ adressieren.

Handelsexperten stellten diese Erklärung in Frage. Caroline Freund sagte der BBC, die Politik „beziehe sich nicht auf Zwangsarbeit“ und fügte hinzu, dass die Behörden nach „einem rechtlichen Grund“ suchten, die Zölle einzuführen.

Welche Länder sind betroffen?

Die Regierungen reagierten unterschiedlich auf die neuen Zölle. Das Vereinigte Königreich sieht sich einem Grundtarif von 10 % sowie Zöllen auf bestimmte Waren geboten, während Brasilien seinen Satz von 12,5 % als „ungerechtfertigt“ bezeichnete. Japan äußerte Bedauern über die neuen Zölle, und Australien bezeichnete die Maßnahmen als „völlig ungerechtfertigt“.

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China wies Washingtons Vorwürfe über Zwangsarbeit zurück. Der Sprecher des Außenministeriums, Mao Ning, sagte: „In China gibt es keine sogenannte Zwangsarbeit.“

Menschenrechtsorganisationen und Experten der Vereinten Nationen haben von Zwangsarbeit an Minderheitengemeinschaften in der chinesischen Region Xinjiang berichtet – Vorwürfe, die Peking wiederholt bestritten hat.

Was könnten die Zölle für die Märkte bedeuten?

Höhere Importkosten könnten die Preise für Unternehmen und Verbraucher schließlich in die Höhe treiben. Wenn die Nachfrage in den USA nachlässt, könnten einige Handelspartner ihre Exporte auch auf andere Märkte verlagern. Darüber hinaus könnten zunehmende Handelsspannungen Aktien und Kryptowährungen unter Druck setzen, indem sie die Risikobereitschaft verringern.

Die Ölpreise bleiben ein weiterer Schlüsselfaktor. Goldman Sachs erwartet, dass Brent-Rohöl bis zum Jahresende 120 Dollar pro Barrel erreichen wird, was die Inflation hochhalten und die Zinssenkungen der Federal Reserve verzögern könnte.

Ein mögliches US-Iran-Friedensabkommen könnte jedoch die Ölpreise senken. Fortschritte beim CLARITY Act könnten auch die Stimmung auf den Kryptomärkten verbessern.

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