- Der US-Dollar erreichte ein Einjahreshoch, da die Erwartungen an Zinserhöhungen der Fed die Nachfrage nach der Währung ankurbelten.
- Erneute Spannungen zwischen den USA und dem Iran erhöhten den sicheren Hafenkauf und brachten den Dollar auf den höchsten Stand seit 2025.
- Bitcoin und Ethereum fielen, da ein stärkerer Dollar und höhere Zinserwartungen die Risikowerte belasteten.
Der US-Dollar stieg am Dienstag auf seinen höchsten Stand seit einem Jahr, als die Investoren die Erwartungen auf weitere Zinserhöhungen der Federal Reserve erhöhten. Der DXY-Index erreichte 101,2 und markierte damit den stärksten Punkt seit Mai 2025.
Der Dollar erhielt weitere Unterstützung durch erneute Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran, was die Anleger zu sichereren Vermögenswerten drängte. Der stärkere Greenback setzte auch die Finanzmärkte unter Druck, darunter Aktien und Kryptowährungen, da sich die Händler an die Möglichkeit einer strengeren Geldpolitik anpassten.
Mehrere Beamte der Federal Reserve haben kürzlich Unterstützung für weitere Zinserhöhungen signalisiert. Daher sehen die Märkte nun eine 58,5%ige Wahrscheinlichkeit für mindestens zwei Zinserhöhungen in diesem Jahr, während neun politische Entscheidungsträger Berichten zufolge mindestens eine Erhöhung erwarten.
Auch Analysten der Bank of America und der Deutschen Bank haben ihre Sichtweise geändert, indem sie die früheren Erwartungen an stabile Zinsen fallen lassen und nun mit Zinserhöhungen bis Jahresende rechnen.
Fed-Erwartungen heben den Dollar
Der Dollar stieg am Dienstag auf ein 13-Monats-Hoch, wobei der Dollarindex laut Reuters-Daten auf 101,25 stieg.
Dieser Schritt wurde hauptsächlich von der Erwartung getrieben, dass die Federal Reserve die Zinssätze länger hochhalten wird. Diese Sichtweise hat die Nachfrage nach dem Dollar unterstützt, selbst als die Ölpreise nachließen und die Lage im Golf Anzeichen einer Stabilisierung zeigte. Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten verstärkten ebenfalls die Nachfrage nach sicheren Hafen.
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Tommy von Bromsen, Devisenstratege bei Handelsbanken, sagte, die Währung profitiere von steigenden Zinserwartungen. „Im Moment präist der Dollar höhere Zinsen ein und gewinnt daran“, sagte er und fügte hinzu, dass ungelöste Spannungen im Nahen Osten ebenfalls zur Unterstützung der Währung beitragen.
Am Zinsmarkt zeigen Fed-Fonds-Futures eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 85 % für eine 25-Basispunkt-Erhöhung bis September. Stärkere als erwartete Wirtschaftsdaten haben diese Erwartungen verstärkt und die Märkte in Richtung einer strafferen Politik gehalten.
Yen-Schwäche und Krypto-Ausverkaufsverlust vertiefen sich
Der japanische Yen blieb nahe seinem schwächsten Niveau seit fast vier Jahrzehnten und handelte nach einem kurzen Rückgang auf 161,93 um etwa 161,41 pro Dollar. Diese Maßnahme setzte weiterhin den Druck auf die Währungsmärkte aus und weckte die Erwartungen, dass die japanischen Behörden eingreifen könnten, um weitere Rückgänge zu verlangsamen.
Gleichzeitig gerieten auch Risikoanlagen unter Druck. Kryptowährungen fielen zusammen mit Technologieaktien, da das Anlegersentiment nachließ. Bitcoin fiel nach einem Rückgang von 2,5 % seit Mitternacht UTC auf etwa 62.300 US-Dollar. Auch Ethereum fiel um mehr als 4 % und wurde bei etwa 1.650 US-Dollar gehandelt.
Andere Altcoins folgten derselben Richtung. Die Liquidationen stiegen auf etwa 717 Millionen US-Dollar, was auf verstärkte Zwangsverkäufe während des Abschwungs zurückzuführen ist.
Andererseits sahen sich die US-Aktienmärkte starkem Verkaufsdruck ausgesetzt. In seinem Beitrag auf X stellte der Krypto-Analyst Ash Crypto fest, dass bei Eröffnung etwa 1,2 Billionen Dollar Marktwert aus US-Aktien verloren ging, als der US-Dollarindex (DXY) ein 13-Monats-Hoch erreichte.
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