Die Inflation im Vereinigten Königreich steigt auf 3,3 %, da die Kraftstoffpreise stark ansteigen

Die britische Inflation steigt auf 3,3 %, während die Kraftstoffpreise stark ansteigen: Der richtige Zeitpunkt für Bitcoin als Absicherung?

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Die Inflation im Vereinigten Königreich steigt auf 3,3 %, da die Kraftstoffpreise stark ansteigen
  • Die britische Inflation steigt auf 3,3 %, da die Kraftstoffpreise angesichts globaler Spannungen stark ansteigen.
  • Die Bank of England steht vor schwierigen Entscheidungen, da Stagflation-Risiken und Unsicherheiten zunehmen.
  • Die Bitcoin-Debatte zahlt sich zurück, bleibt aber eine langfristige Absicherung, kein kurzfristiger Schutz.

Die Inflation im Vereinigten Königreich stieg im März auf 3,3 %, gegenüber 3,0 % im Februar, laut Daten des Office for National Statistics. Der Anstieg markiert die erste klare Auswirkung zunehmender globaler Spannungen im Zusammenhang mit Iran, insbesondere auf den Energiemärkten.

Der größte Treiber war der Treibstoff. Die Kraftstoffpreise stiegen innerhalb eines Monats um 8,7 % – der stärkste Anstieg seit Mitte 2022 nach der russischen Invasion in der Ukraine. Gleichzeitig stiegen die Kosten für Fabrikinputs stark an, wobei die Produzenteninput-Inflation im März um 4,4 % anstieg – einer der größten Anstiege aller Zeiten.

Dies deutet darauf hin, dass die Inflation hauptsächlich durch externe Schocks und nicht durch die inländische Nachfrage nach oben getrieben wird.

Bank of England steht vor einer schwierigen Entscheidung

Die steigende Inflation setzt die Bank of England unter Druck, die nun vor einem heiklen Balanceakt steht. Die politischen Entscheidungsträger müssen entscheiden, ob sie die Zinssätze anheben, um die Inflation zu kontrollieren, oder stabil bleiben, um eine sich verlangsamende Wirtschaft zu unterstützen.

Andrew Bailey, Gouverneur der Zentralbank, hat bereits Vorsicht signalisiert und weist auf die Unsicherheit hin, wie lange dieser Inflationsschub anhalten wird.

Unterdessen warnen Analysten vor einem möglichen Stagflationsszenario, bei dem die Inflation steigt, während das Wirtschaftswachstum abschwächt. Die Finanzanalystin Danni Hewson bezeichnete es als ein drohendes Risiko, insbesondere wenn höhere Energiepreise sich auf Löhne und breitere Verbraucherpreise auswirken.

Interessanterweise steigen nicht alle Inflationsindikatoren. Die Kerninflation, die volatile Güter wie Energie ausschließt, fiel tatsächlich leicht auf 3,1 %, was darauf hindeutet, dass der Druck in der gesamten Wirtschaft noch nicht weit verbreitet ist.

Kriegsgetriebene Inflation verändert die Erzählung

Bevor der Konflikt im Nahen Osten eskalierte, wurde erwartet, dass die Inflation im Vereinigten Königreich näher an das Ziel der Bank of England von 2 % fallen würde. Aber der Energieschock hat diese Sichtweise verändert.

Die Zentralbank erwartet nun, dass die Inflation bis Mitte 2026 auf 3,5 % steigen wird, während der Internationale Währungsfonds sogar 4 % erreichen könnte.

Diese Art von Inflation ist wichtig zu verstehen. Sie wird nicht durch übermäßiges Gelddrucken oder starke Verbrauchernachfrage verursacht. Stattdessen ist sie angebotsgetrieben und resultiert aus höheren Öl- und Energiekosten, die mit geopolitischen Spannungen verbunden sind.

Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn man über Bitcoin spricht.

Ist dies der richtige Zeitpunkt für Bitcoin als Absicherung?

Der Anstieg der Inflation wirft natürlich die Frage auf: Kann Bitcoin als Absicherung gegen schwächere Fiatwährungen dienen?

Theoretisch ist Bitcoin für diese Rolle konzipiert. Das Angebot ist auf 21 Millionen Münzen begrenzt, was es widerstandsfähig gegen Inflation durch Gelddrucke macht. Langfristig hat diese Knappheit dazu beigetragen, viele traditionelle Vermögenswerte zu übertreffen.

Die aktuelle Situation ist jedoch komplexer.

Dieser Inflationsschub ist energiegetrieben, nicht monetär. Historisch gesehen schneidet Bitcoin besser ab, wenn die Inflation mit einer Währungsentwertung verbunden ist, wie etwa einem übermäßigen Wachstum der Geldmenge.

Im Gegensatz dazu neigen Angebotsschocks wie steigende Ölpreise dazu, Risiko-Off-Bedingungen an den Finanzmärkten zu schaffen.

In solchen Umgebungen wenden sich Investoren oft von volatilen Vermögenswerten wie Bitcoin ab und wenden sich sichereren Optionen zu. Das erklärt teilweise, warum Bitcoin während ähnlicher geopolitischer Schocks nicht konstant stark gestiegen ist.

Kurzfristige Realität vs. langfristige These

Das jüngste Marktverhalten zeigt, dass Bitcoin weiterhin von der breiteren Marktstimmung beeinflusst wird. Anstatt rein als Absicherung zu fungieren, verhält es sich oft wie ein Risikoobjekt und bewegt sich in unsicheren Phasen mit Aktien zusammen.

Das schwächt seine Argumentation als sofortiger Schutz gegen Inflationsspitzen wie den im März beobachteten.

Aber das langfristige Argument bleibt bestehen. Wenn höhere Energiekosten schließlich zu mehr Staatsausgaben, steigenden Schulden oder monetärer Lockerung führen, könnte Bitcoin im Laufe der Zeit profitieren, da das Vertrauen in Fiatwährungen sinkt.

Im Moment, da sich die Spannungen im Nahen Osten entspannen, befindet sich Bitcoin seit letzter Woche in einem Aufwärtstrend. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wird er bei 77.950 US-Dollar gehandelt, was einem Plus von 2,8 % im vergangenen Tag und einem Plus von 5,33 % in der vergangenen Woche entspricht.

In Summe

Der Inflationsanstieg im Vereinigten Königreich auf 3,3 % unterstreicht den wachsenden Druck auf die Haushaltskosten und die Gesamtwirtschaft, der vor allem durch geopolitische Ereignisse und nicht durch die Inlandsnachfrage angetrieben wird.

Während dieses Umfeld die Idee von Bitcoin als Absicherung stärkt, ist es vielleicht nicht der beste Zeitpunkt, um diese Rolle kurzfristig zu beweisen.

Dennoch bleibt Bitcoin eher eine langfristige Absicherung gegen monetäre Entwertung als ein verlässlicher Schutz gegen plötzliche, energiegetriebene Inflationsschocks.

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