Die indische Zentralbank bekräftigt ihre Forderung nach einem Krypto-Verbot

Die indische Zentralbank bekräftigt ihre Bestrebung für ein Kryptoverbot, da Steuerbeamte auf Risiken der Umgehung hinweisen

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Die indische Zentralbank bekräftigt ihre Forderung nach einem Krypto-Verbot
  • Die indische Zentralbank hat seine Unterstützung für ein Kryptoverbot zur Sicherung der finanziellen Stabilität erneuert.
  • Steuerbeamte erklärten, dass Offshore-Börsen und private Wallets die Krypto-Steuerdurchsetzung erschweren.
  • Fast 39 Millionen Inder hielten trotz regulatorischer Unsicherheit etwa 2,1 Milliarden Dollar an Krypto.

Die indische Zentralbank hat ihre Unterstützung für eine Kryptopolitik erneuert, die zum Verbot tendiert. Gleichzeitig stellten die Steuerbehörden des Landes fest, dass Offshore-Handelsplattformen und private Wallets es erschweren, Kryptotransaktionen zu verfolgen und die Steuerpflicht durchzusetzen.

Laut internen Regierungsdokumenten befürworten mehrere indische Behörden strengere Beschränkungen für virtuelle digitale Vermögenswerte. Die Regierung hat jedoch noch keine formelle Richtlinie zur Regulierung oder zum Verbot von Kryptowährungen beschlossen.

Die RBI will, dass Krypto außerhalb des Finanzsystems bleibt

Die Reserve Bank of India (RBI) bekräftigte in internen Dokumenten von Mai und Juni, dass Politiken, die „zur Prohibition tendieren“, notwendig sein könnten, um das Finanzsystem zu schützen.

Die Zentralbank erklärte, dass Banken und andere regulierte Finanzinstitute daran gehindert werden sollten, Kryptowährungen und privat ausgegebene Stablecoins zu halten, zu handeln oder eine Exponierung zu erwerben. Sie argumentierte, dies würde das Ansteckungsrisiko verringern.

Obwohl indische Banken nicht offiziell vom Geschäft mit Krypto-Vermögenswerten ausgeschlossen sind, haben sich die meisten großen Kreditgeber nach wiederholten Warnungen der RBI aus dem Sektor ferngehalten. Quellen zufolge bevorzugt die RBI weiterhin, Kryptowährungen außerhalb des regulierten Finanzsystems zu halten.

Auch die RBI wiederholte ihre Bedenken bezüglich Stablecoins. Es hieß, dass durch Fremdwährung gesicherte Token Indiens monetäre Souveränität bedrohen könnten. Unterdessen könnten mit Rupien gesicherte Stablecoins die Staatseinnahmen aus der Fiatwährung senken und finanzielle Stabilitätsrisiken in Zeiten von Marktstress schaffen.

Steuerbeamte warnen Unterberichterstattung und Offshore-Handel

Das indische Steuerministerium stellte eine weit verbreitete Untermeldung von Kryptowährungsaktivitäten fest. Von den 645.000 Menschen, die im Geschäftsjahr bis März 2023 Krypto-Transaktionen durchgeführt haben, gaben weniger als ein Viertel diese Transaktionen in ihrer Steuererklärung an.

Beamte warnten außerdem, dass ausländische Börsen, private Geldbörsen und Peer-to-Peer-Märkte mit Rupien es deutlich erschweren, wirtschaftlich berechtigte Eigentümer zu identifizieren, steuerpflichtiges Einkommen zu berechnen und unbezahlte Steuern einzutreiben.

Das Ministerium fügte hinzu, dass die Volatilität der Kryptopreise und das Fehlen standardisierter Bewertungsmethoden die Steuerbewertungen zusätzlich erschweren. Indien erhebt derzeit eine Steuer von 30 % auf Kryptowährungsgewinne.

Regulatorische Aussichten bleiben unklar

Indien bewegt sich seit der Aufhebung der Bankbeschränkungen der RBI für Kryptowährungen durch den Obersten Gerichtshof des Landes im Jahr 2020 in einer regulatorischen Grauzone.

Ein 2021 vorgeschlagener Gesetzentwurf zum Verbot privater Kryptowährungen wurde nie im Parlament eingebracht. Unterdessen wurde ein lang erwartetes Regierungsdiskussionspapier zu digitalen Vermögenswerten mehrfach verschoben.

Die Regierung hat zuvor erklärt, dass jeder zukünftige Rahmen Innovation mit Risikomanagement in Einklang bringen und gleichzeitig finanzielle Stabilität, monetäre Souveränität und Verbraucher schützen sollte.

Millionen Inder halten immer noch Krypto

Trotz des Fehlens eines umfassenden regulatorischen Rahmens bleibt die Krypto-Akzeptanz in Indien weiterhin bedeutend. Laut Schätzungen des Steueramts hielten fast 39 Millionen Inder Ende Mai digitale Vermögenswerte im Wert von etwa 2,1 Milliarden US-Dollar.

Die Dokumente zeigen außerdem, dass das indische Ministerium für Unternehmensangelegenheiten Rechnungslegungsstandards und umfassendere Leitlinien für virtuelle digitale Vermögenswerte überprüft. Dieser Schritt deutet darauf hin, dass die politischen Diskussionen weiterhin andauern, obwohl die Regulierungsbehörden weiterhin Bedenken hinsichtlich der finanziellen Stabilität und der Steuerkonformität haben.

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