- Richterin Analisa Torres lehnte Kalshis Versuch ab, die Glücksspielaufsichtsbehörden in New York zu blockieren.
- Der Richter stellte fest, dass die Glücksspielgesetze von New York auch auf Kalshis Sportveranstaltungsverträge anwendbar sein könnten.
- Das Urteil könnte prägen, wie Vorhersagemärkte mit der staatlichen Glücksspieldurchsetzung umgehen.
KalshiEX LLC erlitt einen schweren Rückschlag vor Gericht, nachdem US-Bezirksrichterin Analisa Torres den Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen die New Yorker Glücksspielaufsichtsbehörden abgelehnt hatte. Das Urteil vom 7. Juli lässt Kalshi ohne vorübergehenden Schutz durch die New York State Gaming Commission zurück, während die Klage andauert.
Richter Torres stellte fest, dass die New Yorker Glücksspielgesetze, wie sie auf Kalshis Sportveranstaltungsverträge angewandt wurden, zu diesem Zeitpunkt nicht vom Commodity Exchange Act verdrängt wurden. Das Urteil markiert einen entscheidenden Moment im breiteren Wettbewerb auf dem Prognosemarkt darüber, ob Event-Kontrakte bundesweit regulierte Derivate oder staatlich regulierte Wettprodukte sind.
New Yorker Entscheidung setzt Kalshis Sportverträge unter Druck
Der Streit begann, nachdem die New York State Gaming Commission Kalshi im Oktober 2025 eine Unterlassungsaufforderung geschickt hatte. Die Aufsichtsbehörde warf dem Unternehmen vor, Sportveranstaltungsverträge in New York ohne Sportwettenlizenz anzubieten.
Kalshi widersprach, indem er argumentierte, dass seine Verträge auf einer bundesweit regulierten Derivatebörse gehandelt werden und ausschließlich der Commodity Futures Trading Commission unterlägen. New Yorker Behörden wiesen diese Position jedoch zurück und behaupteten, dass die staatlichen Glücksspielregeln weiterhin gelten.
Im weiteren Verlauf des Falls wird erwartet, dass das Büro der Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, eine zivilrechtliche Vollstreckungsklage gegen Kalshi vor dem Staatsgericht einreicht. Diese Maßnahme wird voraussichtlich Rückerstattung, Entlassung, zivilrechtliche Sanktionen und einstweilige Verfügung erwirken.
Der Glücksspielanwalt Daniel Wallach bezeichnete das Urteil als einen großen Verlust für Kalshi, da es verwandte Fälle in anderen Rechtsordnungen betreffen könnte. Er sagte außerdem, dass Prognosemarktplattformen nun unter Druck stehen könnten, staatliche Lizenzen zu erhalten oder den Zugang für Nutzer in New York einzuschränken.
Bundes- und Landesregulierungsbehörden geraten über Vorhersagemärkte aneinander
Der Fall befindet sich nun in einer breiteren nationalen Debatte darüber, wie Produkte des Prognosemarktes klassifiziert werden sollten. Kalshi sagt, dass Eventverträge es den Nutzern erlauben, auf reale Ergebnisse zu handeln, während staatliche Regulierungsbehörden bestimmte Sportmärkte als Glücksspiel betrachten.
Diese Kluft hat sich verschärft, da Bundesregeln Eventverträge anders behandeln als traditionelle Sportwetten. CFTC-Materialien beschreiben Eventverträge als Instrumente, die an zukünftige Ergebnisse gebunden sind, während festgelegte Vertragsmärkte Verträge durch Genehmigungs- oder Selbstzertifizierungsverfahren auflisten können.
Der Streit hat auch auf nationaler politischer Ebene Aufmerksamkeit erregt. Bei Consensus Miami sagte CFTC-Vorsitzender Michael Selig, dass das Thema vor den Obersten Gerichtshof gelangen könnte, da die Bundesstaaten weiterhin sportbezogene Verträge anfechten.
Unterdessen haben Glücksspielorganisationen den Kongress aufgefordert , Sport- und Casino-ähnliche Vorhersagemärkte durch den CLARITY Act von der CFTC-Aufsicht auszuschließen. Dieser Vorstoß zeigt, wie sich der Kampf von Gerichtssälen zu umfassenderen legislativen und regulatorischen Debatten verlagert hat.
Für den Moment beendet das Urteil Kalshis Klage nicht. Dennoch verleiht die Anordnung von Richter Torres den New Yorker Regulierungsbehörden neuen Schwung, da die Plattformen für Vorhersagemärkte über Politik, makroökonomische Ereignisse, Unterhaltung, Sport und Märkte mit Krypto-Regulierung hinaus expandieren.
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