Wie sieht es in Indien im globalen Wettlauf um Krypto-Regulierung aus? - Coin Edition

Wie sieht es in Indien im globalen Wettlauf um Krypto-Regulierung aus?

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Wie sieht es in Indien im globalen Wettlauf um Krypto-Regulierung aus?
  • Indien hinkt den globalen Krypto-Regeln hinterher, ist jedoch auf Steuer-, AML- und Überwachungskontrollen angewiesen.
  • Die Rückgabe von Coinbase testet Indiens unklare Kryptopolitik, da die INR-Einzahlungen für Nutzer wieder geöffnet werden.
  • Die RBI lehnt die Legalisierung von VDAs ab, während ICAI ein klareres Krypto-Gesetz zur Einhaltung unterstützt.

Indien liegt weiterhin hinter den großen Märkten im Wettlauf um die Kryptoregulierung, hat den Sektor jedoch nicht ignoriert. Das Land hat Steuer-, Geldwäschebekämpfungs- und Überwachungsregeln aufgebaut und dabei ein vollständiges Gesetz für virtuelle digitale Vermögenswerte vermieden.

Dieses vorsichtige Modell zieht Aufmerksamkeit auf sich, nachdem Coinbase nach Indien zurückgekehrt ist. Das Comeback hat die Attraktivität des Marktes und die Grenzen von Indiens unklarem politischen Ansatz hervorgehoben.

Coinbase Return testet die Krypto-Regeln in Indien

Bei der India Blockchain Week nannte Coinbase Asia-Pacific-Direktor John O’Loghlen Indien einen „Nordstern“ für die Börse. Die Bemerkung erfolgte, während Coinbase seine erneute Marktoffensive darlegte.

Coinbase erhielt Anfang 2025 die Registrierung bei der Financial Intelligence Unit Indiens. Die Nutzerregistrierungen wurden bis Oktober wieder geöffnet. Bis Dezember wurden die Dienstleistungen für Privatanleger wieder aufgenommen.

Die Plattform führte außerdem IMPS-fähige INR-Einzahlungen ein. Die Funktion ermöglicht konforme indische Rupieneinzahlungen in das Krypto-Ökosystem und bietet Händlern eine lokale Währungsroute.

Die indische Zentralbank weist auf Krypto-Risiken hin.

Die indische Zentralbank ist jedoch weiterhin gegen die Legalisierung von Kryptowährungen. Die Economic Times berichtete , dass die Reserve Bank of India einem parlamentarischen Gremium mitteilte, virtuelle digitale Vermögenswerte seien eine Bedrohung für eine Schwellenwirtschaft wie Indien.

Die RBI verglich Indien mit anderen Märkten. Sie teilte dem parlamentarischen Finanzausschuss mit, dass China und Katar solche Aktivitäten verboten hätten. Es hieß, Europa habe digitale Vermögenswerte unter strenger Regulierung zugelassen.

Laut einem Bericht erklärte die RBI, dass VDAs in Indien derzeit nicht legalisiert werden sollten. Es warnte, dass digitale Vermögenswerte für Terrorfinanzierung und Drogenschmuggel genutzt werden könnten.

Die Zentralbank äußerte zudem Bedenken hinsichtlich von Offshore-Plattformen. Es hieß, dass Einheiten außerhalb Indiens schwer nachzuverfolgen sind, was für die Regulierungsbehörden Durchsetzungsprobleme schafft.

Nach der Sitzung sagte der Ausschussvorsitzende Bhartruhari Mahtab, dass die RBI gegen die Legalisierung von VDAs in Indien sei. Er sagte außerdem, das Gremium habe Prüfungsaspekte im Rahmen des Einkommensteuergesetzes überprüft.

Das Institute of Chartered Accountants of India nahm eine andere Position ein. Sie unterstützte ein umfassendes VDA-Gesetz und bot Leitlinien zur Verbesserung der Berichterstattung und Einhaltung der Klarheit.

Indien Krypto-Regeln folgen globalen Rahmenwerken

Indiens Rahmen ist enger als das Modell der Europäischen Union. Die EU hat MiCA, ein gemeinsames Krypto-Regelwerk für die Mitgliedstaaten. Das Vereinigte Königreich bewegt sich ebenfalls auf ein vollständiges Regime ab Oktober 2027 zu, während Japan die umfassenderen Regeln für Stablecoin- und Krypto-ETFs untersucht.

Die Financial Intelligence Unit hat die Aufsicht verschärft. Im Januar 2026 wurden AML- und CFT-Richtlinien für Anbieter virtueller digitaler Vermögenswerte herausgegeben. Zuvor hatte die FIU 25 Offshore-VDA-Dienstleister wegen Nichteinhaltung mitgeteilt.

Steuerregeln bilden eine weitere wichtige Säule. Abschnitt 115BBH besteuert das Einkommen aus Übertragungen virtueller digitaler Vermögenswerte mit 30 %. Das Einkommensteueramt behandelt VDA-Übertragungsverluste ebenfalls als null. Indien erhebt gemäß Abschnitt 194S eine an der Quelle abgezogene Steuer von 1 %. Das hilft der Regierung, Transaktionen zu verfolgen.

Dennoch lasten politische Lücken weiterhin auf dem Sektor. Indien hat immer noch kein vollständiges Krypto-Gesetz, sodass Entwickler, Investoren und globale Börsen keine klaren Regeln haben. Reuters berichtete , dass Beamte befürchten, dass ein formeller Rahmen Krypto legitimieren und den Sektor systemisch gestalten könnte.

Im Moment führt Indien das Rennen um die Kryptoregulierung nicht an. Sie hat ein Containment-First-Modell mit starken Steuer- und AML-Kontrollen aufgebaut. Es braucht klarere Lizenzierungen und stärkeren Nutzerschutz, um global wettbewerbsfähig zu sein.

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