Die Teilnahme an Krypto-VCs sinkt auf den niedrigsten Stand seit November 2020

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  • Nur 150 einzigartige VC-Firmen führten im Juli 2026 Krypto-Finanzierungsrunden durch.
  • Starke regulatorische Verschärfungen und andere Faktoren entmutigen VCs, in Krypto zu investieren.
  • Die auf Handelsplattformen anfallenden Gebühren sind aufgrund geringer Volumina deutlich gesunken.

Die Risikokapital-Aktivität von Krypto ist auf den niedrigsten Stand seit November 2020 gesunken, mit nur 150 einzigartigen VC-Firmen, die im Juli 2026 an Finanzierungsrunden teilnahmen, so CryptoRank. Die jüngste Veröffentlichung zeigt, dass im Juli 2026 nur 150 einzigartige VC-Firmen Krypto-Finanzierungsrunden durchgeführt haben, die niedrigste Zahl seit November 2020.

Das ist deutlich weniger als die 1.177 verzeichneten monatlichen Investoren zu ihrem Höchststand im Mai 2022. Der Rückgang deutet darauf hin, dass Krypto-Venture-Investitionen zunehmend konzentriert werden, da eine kleinere Gruppe von Fonds aktiv bleibt und Investoren einen selektiveren Ansatz bei neuen Projekten verfolgen.

Quelle: X

Faktoren hinter der Migration von VCs von Krypto

Einige Faktoren wurden beobachtet, die der Zurückhaltung von VCs gegenüber Kryptowährungsprojekten zugrunde liegen, darunter eine starke regulatorische Verschärfung, eine strukturelle Verschiebung des Investorenfokus hin zu Künstlicher Intelligenz (KI) und eine marktweite Korrektur, die bewiesene Einnahmen statt spekulativem Hype verlangt. Bemerkenswert ist, dass VCs ihre Investitionsthese von risikoreichen Web3-Erzählungen hin zu greifbarer Softwareinfrastruktur verlagert haben.

Der kometenhafte Aufstieg generativer künstlicher Intelligenz hat die Technologiefinanzierung grundlegend verändert. Privat- und institutionelles Risikokapital, das zuvor in Krypto floss, ist weitgehend in Richtung KI gewandert. VCs entscheiden sich nun dafür, KI-Startups zu unterstützen, die sofortige Produktivitätssteigerungen und Wert für Unternehmenssoftware bieten, statt langfristig unbewiesene Versprechen dezentraler Webökosysteme.

Strenge Regulierung und niedrige Einnahmen

Andererseits hat der weltweite Anstieg der regulatorischen Durchsetzung im digitalen Asset-Ökosystem das operative Umfeld für VCs unangenehm gemacht. Eine verstärkte Aufsicht über Token-Distributionsmodelle macht klassische VC-Ausstiege über öffentliche Token-Dumps rechtlich gefährlich. Außerdem hat starke regulatorische Reibung, insbesondere in den Vereinigten Staaten, VCs dazu gezwungen, Frühphaseninvestitionen aus Angst vor zukünftigen Rechtsstreitigkeiten oder plötzlichen politischen Änderungen auszusetzen.

Es ist erwähnenswert, dass die grundlegenden Mechanismen, wie Krypto-Start-ups Einnahmen generieren und Investoren belohnen, ins Stocken geraten sind. Typischerweise verlassen sich VCs auf Gebühren, die durch erhöhte Handelsvolumina auf Handelsplattformen generiert werden. Die Dynamik hat sich verändert, mit stark geschwächten Volumina, was das System für Investoren mit hohen Einsätzen unattraktiv macht.

Die Ära, in der Dutzende Millionen Dollar mit einem Whitepaper und einem „Web3-Hype“-Pitch-Deck gesammelt wurden, ist vorbei. VCs priorisieren nun strikt Start-ups, die nachgewiesene Nutzerakzeptanz, reale Transaktionsvolumina und praktische, nicht-spekulative Geschäftsmodelle zeigen.

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