- ETH/BTC erlebt einen vierjährigen Abwärtstrend, während sich die relative Stärke von Ethereum verbessert.
- Frühere Zyklen zeigten, dass sich ETH/BTC drei bis sechs Monate nach den Tiefpunkten des Kupfer-Gold-Verhältnisses erholte.
- Die Nettozuflüsse des Ether ETF erreichten 11,22 Milliarden US-Dollar, aber die wöchentliche Bestätigung des Ausbruchs bleibt aus.
Ethereum nähert sich laut Marktanalyst Michaël van de Poppe einem entscheidenden technischen Test gegen Bitcoin nach fast vier Jahren Underperformance. Sein Diagramm verbindet die ETH/BTC-Erholung mit einer jüngsten bullischen Wende im Kupfer-Gold-Verhältnis.
Van de Poppe sagte, das makroökonomische Verhältnis habe im ersten Quartal 2026 seinen eigenen vierjährigen Abwärtstrend durchbrochen. Unterdessen hat sich ETH/BTC von den Tiefs erholt, bleibt aber weiterhin unter seinem wöchentlichen Widerstand und den gleitenden Durchschnitten.
Kupfer-Gold-Ausbruch rückt den ETH/BTC-Widerstand in den Fokus
Van de Poppes Diagramm zeigt, dass das Kupfer-Gold-Verhältnis nach dem Durchbruch seiner langfristig absteigenden Struktur nach oben steigt. Er glaubt, dass ETH/BTC einen ähnlichen Weg einschlagen könnte, wenn das Paar seinen verbleibenden technischen Widerstand überwindet.
Laut dem Analysten zeigten frühere Marktzyklen eine Verzögerung von drei bis sechs Monaten zwischen den Tiefpunkten im Kupfer-Gold-Verhältnis und den anschließenden Erholungen bei ETH/BTC. Wenn diese historische Beziehung anhält, könnte Ethereum in den kommenden Wochen seinen langfristigen Widerstand gegen Bitcoin herausfordern.

Dieser Vergleich ist wichtig, da Kupfer und Gold oft unterschiedliche Teile des Wirtschaftszyklus widerspiegeln. Kupfer folgt der industriellen Aktivität, während Gold in Phasen der Vorsicht meist eine defensive Nachfrage anzieht.
Ein steigendes Kupfer-zu-Gold-Verhältnis kann daher auf ein verbessertes wirtschaftliches Vertrauen und eine stärkere Nachfrage nach Risikoanlagen hinweisen. Ein solches Umfeld könnte die Performance von Ethereum gegenüber Bitcoin unterstützen und ein breiteres Interesse am Altcoin-Markt fördern.
ETF-Zuflüsse steigen, da die wöchentliche Bestätigung des Ausbruchs hinkt
Unterdessen hat sich die institutionelle Nachfrage nach Ethereum gestärkt, obwohl die täglichen ETF-Flüsse weiterhin ungleichmäßig sind. Laut Farside Investors verzeichneten US-Spot-Ether-Fonds vom 20. bis 23. Juli Zuflüsse.
Die Produkte verzeichneten dann am 24. Juli einen Abfluss von 70,7 Millionen Dollar, bevor sie am 27. Juli 11,7 Millionen Dollar einnahmen. Trotz der täglichen Schwankungen erreichten die kumulierten Nettozuflüsse etwa 11,22 Milliarden US-Dollar. Dennoch bleiben die makroökonomischen Bedingungen für Risikoanlagen restriktiv.
Der Kommentar der CME besagte, dass Futures eine Wahrscheinlichkeit von über 60 % für eine Zinserhöhung im September implizierten. Gleichzeitig näherte sich die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen 4,6 %, was einen weiteren Gegenwind für risikoreichere Märkte erzeugte.
Zusammen beschreiben diese Werte einen engeren Hintergrund für Risikoanlagen und relative Value-Positionierung. Daher würde ein bestätigter Ausbruch einen anhaltenden wöchentlichen Schluss oberhalb des langfristigen Widerstands erfordern. ETH/BTC müsste sich ebenfalls über den zurückgewonnenen gleitenden Durchschnitten halten.
Bis diese Bedingungen erfüllt sind, zeigt Ethereum eine Verbesserung der relativen Stärke gegenüber Bitcoin statt einer vollständigen Umkehr. Vorerst bleibt der wöchentliche Schluss der Maßstab für die Bestätigung des Vierjahresausbruchs.
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