- Der ehemalige BTC-Miner Firmus sammelte 2 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von über 10,5 Milliarden US-Dollar bei Nvidia, Coatue, Blackstone und Jane Street.
- Firmus wechselte vom BTC-Mining zum Bau von KI-Rechenzentren und Fabriken mit Nvidias DSX-Architektur.
- Die Finanzierung wird den Ausbau der KI-Fabrik von Firmus in Australien beschleunigen und die Expansion in ganz Asien unterstützen.
Firmus, ein australisches Unternehmen für künstliche Intelligenz (KI), das früher als Bitcoin-(BTC)-Miner tätig war, hat 2 Milliarden Dollar an Eigenkapitalfinanzierung mit einer Bewertung von mehr als 10,5 Milliarden Dollar nach dem Kapital aufgenommen. Die Finanzierung wurde von Nvidia Corp und Coatue Management unterstützt, getrieben durch die enorme weltweite Nachfrage nach spezialisierten KI-Rechenzentren.
Firmus erhöht 2 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von über 10,5 Milliarden US-Dollar
Firmus hat in einer neuen Aktienfinanzierungsrunde 2 Milliarden Dollar aufgenommen und damit die Bewertung nach dem Kapital auf über 10,5 Milliarden Dollar erhöht. Die Finanzierung verdoppelt nahezu die Bewertung des Unternehmens gegenüber den 5,5 Milliarden US-Dollar, die es in der vorherigen Runde im April 2026 erreicht hat.
Die bestehenden Investoren Nvidia und Coatue Management nahmen erneut als Nachfolgeinvestoren teil. Neue finanzstarke institutionelle Investoren kamen ebenfalls hinzu, darunter die Handelsfirma Jane Street und von Blackstone verwaltete Fonds wie Blackstone Tactical Opportunities.
Wie die steigende Nachfrage nach KI-Computing Firmus‘ strategische Wende vorantrieb
Firmus Technologies wurde 2019 in Australien von Oliver Curtis, Tim Rosenfield und Jonathan Levee mit Schwerpunkt auf Bitcoin-Mining und Hochleistungsrechnen gegründet. Das Unternehmen entwickelte Immersions- und Flüssigkeitskühlungslösungen, um die Energieeffizienz für intensive Arbeitslasten zu steigern und dabei die erneuerbare Wasserkraft Tasmaniens zu nutzen. Die erste Innovation liegt in der proprietären HyperCube-Plattform und dem modernsten Kühlsystem.
Unterdessen haben generative KI und große Sprachmodelle (LLMs) die weltweite Nachfrage seit etwa 2022 revolutioniert. Die Übertragbarkeit von Firmus‘ Hochdichte-Kühlung und Rechenkompetenz auf KI-Workloads wurde hervorgehoben. In Anerkennung der größeren Chancen jenseits des Krypto-Minings orientierte sich das Unternehmen strategisch an die Entwicklung und den Betrieb speziell entwickelter „KI-Fabriken“ mit HyperCube-Architektur, die mit Nvidias DSX AI Factory Reference Architecture integriert ist.
Darüber hinaus wurde dieser Wandel durch die schnell steigende Nachfrage nach KI-Rechenfähigkeiten vorangetrieben, insbesondere in der Asien-Pazifik-Region. Diese Nachfrage hat das anschließende Wachstum von Firmus vorangetrieben, einschließlich Project Southgate, bedeutender Partnerschaften mit Nvidia im Bereich GPU-Lieferung und Cloud-Dienste.
Was steht als Nächstes für die Expansion von Firmus AI an?
Laut Co-CEO Oliver Curtis wird die neue Finanzierung Project Southgate, den Ausbau der flüssigkeitsgekühlten KI-Fabrik des Unternehmens in ganz Australien, beschleunigen. Das Projekt wird ein 90-MW-Rechenzentrum in Launceston, eine erhöhte Kapazität auf dem tasmanischen Campus und Wachstum in Melbourne, South Australia, New South Wales und anderen Märkten umfassen. Das Unternehmen plant, bis 2028 eine KI-Rechenkapazität von 1,6 GW zu erreichen, die durch erneuerbare Energien, Partnerschaften und das Bernacchi-1-Unterwasserfaserkabel betrieben wird.
International arbeitet Firmus derzeit an seinem ersten groß angelegten Projekt außerhalb Australiens, indem es in Partnerschaft mit dem in Singapur ansässigen DayOne in Batam, Indonesien, einen 360 MW Nvidia DSX AI Factory Campus errichtet. Die Anlage soll im ersten Quartal 2027 in Betrieb genommen werden und soll 2027 und 2028 im Rahmen einer achtjährigen Partnerschaft bis zu 170.000 von Nvidias KI-Beschleunigern installieren. Firmus erwartet in den ersten sechs Jahren 25–30 Milliarden US-Dollar an verpflichteten Kundenabnahmeeinnahmen.
Darüber hinaus bleibt Firmus ein Kandidat für einen Börsengang an der Australian Securities Exchange. Die Börsennotierungspläne, die ursprünglich für die erste Hälfte des Jahres 2026 geplant waren, wurden verschoben, da das Unternehmen sich auf größere Partnerschaften und bestimmte Umsatzverpflichtungen wie den Indonesien-Deal konzentrierte. Wenn jedoch zusätzliche Finanzierung, Kunden und Lagepläne bestätigt werden, könnte die Möglichkeit eines vierten Listings im Jahr 2026 Realität werden, was den Investoren am öffentlichen Markt eine größere Sichtbarkeit für zukünftige vertragliche Einnahmen bietet.
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