- Die indische Rupie fiel auf ein Rekordtief und schwächte sich gegenüber dem US-Dollar über 96,50.
- Währungsdaten zeigen, dass INR seit 2009 mehr als 50 % seines Wertes gegenüber USD verloren hat.
- Steigende Rohölpreise, ausländische Kapitalabflüsse und ein stärkerer US-Dollar wirkten sich auf den INR aus.
Die indische Rupie fiel diese Woche auf ein neues Rekordtief gegenüber dem US-Dollar und setzte damit einen Rückgang fort, der seit 2009 mehr als die Hälfte ihres Wertes ausgelöscht hat.
Marktdaten zeigten, dass die Rupie erstmals in der Geschichte über 96,50 pro Dollar geschwächt wurde. Der Intraday-Handel trieb die Währung auf 96,8, bevor sie gegenüber dem Dollar bei etwa 96,6 schloss.
Das langfristige Währungsdiagramm zeigt das Ausmaß der Bewegung. Im Jahr 2009 wurde eine Rupie bei etwa 0,0225 Dollar gehandelt. Der Zinssatz ist nun auf etwa 0,0103 Dollar gefallen, was einen Rückgang von mehr als 50 % im Zeitraum.

Rupie verlängert Niederlagenserie
Die Rupie ist nun seit 12 aufeinanderfolgenden Handelssitzungen gefallen. Händler verwiesen auf steigende Rohölpreise, einen stärkeren US-Dollar und anhaltende ausländische Kapitalabflüsse als Haupttreiber für die Entwicklung.
Höhere Ölpreise erhöhen direkt Indiens Importkosten, da das Land weiterhin stark von importierter Energie abhängig ist.
Die hohe Zinspolitik der US-Notenbank zog das Geld zudem weiterhin in Richtung dollarbasierter Vermögenswerte und weg von Schwellenländern.
Analysten sagten, die Reserve Bank of India halte weiterhin große Devisenreserven, aber eine Intervention könne die Volatilität nur verlangsamen, anstatt den globalen Druck umzukehren.
Santosh Meena, Forschungsleiter bei Swastika Investmart, beschrieb den Schritt eher als „strukturelle Reaktion“ auf globale makroökonomische Bedingungen als als kurzfristige Korrektur.
Der Druck wächst über die Währungen der Schwellenländer hinweg
Die Rupie ist nicht die einzige asiatische Währung, die unter Druck steht. Auch die indonesische Rupiah erreichte in dieser Woche ein Rekordtief und fiel trotz aggressiver Intervention der Bank Indonesia auf 17.670 pro Dollar.
Die indonesischen Behörden erhöhten die Devisenmarktaktivitäten, nachdem Aktien und die lokale Währung stark geschwächt waren. Die türkische Lira bleibt ein weiteres wichtiges Beispiel für einen langfristigen Währungszusammenbruch.
Die Lira hat seit 2010 fast 98 % ihres Wertes gegenüber dem US-Dollar verloren, nach Jahren hoher Inflation, schwacher Reserven und instabiler Geldpolitik.
Der übergeordnete Trend zeigt, dass globale Investoren weiterhin in Richtung Dollarsicherheit gehen, während Schwellenländerwährungen dem Druck höherer Ölpreise, geopolitischen Spannungen und angespannter Finanzlage ausgesetzt sind.
Indien rückt in den globalen Wirtschaftsrankings hinter das Vereinigte Königreich zurück
Der Währungsrückgang erfolgte parallel zu Berichten, dass Indien in den nominalen BIP-Rankings hinter das Vereinigte Königreich zurückfiel.
Jüngste Schätzungen sehen die USA als größte Volkswirtschaft der Welt mit etwa 32,38 Billionen US-Dollar, gefolgt von China mit 20,85 Billionen US-Dollar. Deutschland belegte den dritten Platz, Japan den vierten und Großbritannien den fünften Platz mit etwa 4,26 Billionen Dollar. Indien folgte dicht mit etwa 4,15 Billionen US-Dollar.
Die Rankingänderung trug zur Online-Debatte über die Schwäche der Rupie und die allgemeine Richtung der indischen Wirtschaft bei. Einige Analysten wiesen auch darauf hin, dass die Rupie nicht nur gegenüber dem Dollar, sondern auch gegenüber den regionalen Währungen abgeschwächt wird.
Marktkommentatoren hoben hervor, dass die indische Rupie im vergangenen Jahr trotz der eigenen wirtschaftlichen Herausforderungen Pakistans gegenüber der pakistanischen Rupie an Boden verloren hat.
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