Indonesiens Urheberrechtsüberarbeitung macht Google und KI-Plattformen aufmerksam - Coin Edition

Indonesiens Urheberrechtsüberarbeitung macht Google und KI-Plattformen aufmerksam

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Indonesiens Urheberrechtsüberarbeitung macht Google und KI-Plattformen aufmerksam
  • Indonesien bereitet umfassende Änderungen seines Urheberrechts vor, die Google und KI-Plattformen warnen.
  • Der Gesetzentwurf würde Plattformen dazu verpflichten, für Vorschauen von Nachrichtenlinks und KI-Trainings für die Nutzung von Inhalten zu bezahlen.
  • Google warnt, dass die Offenlegungsregeln zu weit gefasst sind und starre Vorgaben lokalen Kreativen und Innovationen schaden könnten.

Indonesien bereitet eine umfassende Neufassung seines Urheberrechts vor, die die Haftung für digitale Plattformen, einschließlich Google und KI-Unternehmen, ausweiten würde. Der Gesetzentwurf schreibt eine Vergütung für die Inhaltsaggregation vor, verbietet der künstlichen Intelligenz (KI), bestimmte Creator-Stile nachzuahmen, und verlangt Transparenz bei KI-generierten Inhalten.

Quellen zufolge treibt Indonesien eine umfassende Neufassung seines Urheberrechtsgesetzes (Undang-Undang Hak Cipta Nr. 28/2014) voran, um die Herausforderungen durch generative KI-Plattformen und die Ausbeutung digitaler Inhalte anzugehen. Die Überarbeitung zielt außerdem darauf ab, eine faire Vergütung zu bieten, insbesondere für kreative Menschen in der Journalismus- und Kreativbranche.

Darüber hinaus wurde die Änderung in das indonesische Nationale Gesetzgebungsprogramm (Prolegnas) 2026 aufgenommen. Anfang 2026 hat das Repräsentantenhaus (DPR) es als Gesetzesinitiative genehmigt, und es befindet sich nun in Ausschussberatungen.

Wie der Gesetzentwurf KI-Training und Fair Use behandelt

Der Gesetzentwurf führt bisher nicht berichtete KI-spezifische Klauseln ein, die es KI verbieten, den unverwechselbaren Stil eines Schöpfers zu imitieren, und eine Offenlegung verlangen, wenn KI in Inhalten verwendet wird. Tech-Plattformen würden über staatlich überwachte Collective Management Organizations (LMK) eine Vergütung für das Aggregatieren, Wiederveröffentlichen, Link-Vorschauen von Nachrichten oder das Training von KI-Modellen zahlen.

Unterdessen würde die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke für KI-Training weiterhin Fair Use oder Lizenzierung unterliegen, mit Ausnahmen für Bildung, Forschung, Gesundheit, Parodie, Nachrichtenberichterstattung und Barrierefreiheit. Journalistische Werke würden spezifische wirtschaftliche Rechte erhalten, darunter ein vorgeschlagenes 50-jähriges Urheberrecht, 20-jährige wirtschaftliche Rechte der Verlage und eine mögliche Rückführung an die Schöpfer nach 25 Jahren.

Die Vorschläge reagieren auf Bedenken hinsichtlich sinkender Besucherzahlen und Einnahmen für indonesische Medien, wobei große Nachrichtenportale in letzter Zeit etwa 40 % ihres Traffics verloren haben, da Nutzer zunehmend auf KI-generierte Zusammenfassungen setzen, anstatt Originalquellen zu besuchen.

Indonesiens KI-Vorstoß und der Weg nach vorne

Indonesien beschleunigt seine nationale KI-Strategie durch geplante Vorschriften zur KI-Ethik für 2026 und eine nationale KI-Roadmap für 2026 bis 2029. Das Ziel der Regierung ist es, Governance, Infrastruktur, Talente und digitale Souveränität zu verbessern und gleichzeitig die Einführung von KI in vorrangigen Sektoren auszuweiten, wobei die Technologie das BIP bis 2030 voraussichtlich um bis zu 12 % steigern wird.

Google hat öffentlich Teile des Gesetzes abgelehnt und argumentiert, dass es digitale Innovation und das gesamte Ökosystem schädigen könnte. Mediengruppen wie LBH Pers und die Alliance of Independent Journalists (AJI) unterstützen jedoch die Überarbeitung und sagen, sie stehe im Einklang mit globalen Praktiken für faire Entschädigung, ohne den Zugang zu Informationen und Inhalten unangemessen einzuschränken.

Darüber hinaus fallen Indonesiens Urheberrechtsvorschläge mit der zunehmenden Nutzung von KI in Regierungs- und nationalen Programmen zusammen, ebenso wie mit der Mitgliedschaft in 29 Ländern, die ein Shanghai-Abkommen zur globalen KI-Governance unterzeichnet haben. Herausforderungen bestehen, darunter Talentmangel, Erweiterung des Rechenzentrums und die Finalisierung der präsidialen Vorschriften, während Investitions, Innovation und eine effektive Umsetzung bis 2029 in Einklang gebracht werden.

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