NYSE entwickelt eine On-Chain-Zahlungsplattform für tokenisierte Wertpapiere

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  • Die NYSE entwickelt eine On-Chain-Zahlungsplattform für die tokenisierte Wertpapierabwicklung.
  • Private und öffentliche Blockchains bieten unterschiedliche Kompromisse in Bezug auf Kontrolle und Transparenz.
  • Die NYSE plant 23-Stunden-Handel und zeigt, dass der erweiterte Zugang bereits im Gange ist.

Die New York Stock Exchange (NYSE) entwickelt eine On-Chain-Zahlungsplattform zur Unterstützung der Abwicklung tokenisierter Wertpapiere – ein neuer Schritt in ihren Bemühungen, blockchainbasierte Technologie in die traditionelle Finanzmarktinfrastruktur zu integrieren.

NYSE-Präsidentin Lynn Martin kündigte die Fortschritte während einer Grundsatzrede in der Nationalversammlung Südkoreas in Seoul an. Sie sagte, die Börse prüfe, wie Tokenisierung und On-Chain-Zahlungen verantwortungsvoll in die Finanzmärkte integriert werden können, während gleichzeitig die Infrastruktur, Regeln und Schutzmaßnahmen gewahrt werden, die die Sicherheit der Anleger unterstützen.

Wie würde NYSE On-Chain Stock Settlement eigentlich funktionieren?

On-Chain-Abwicklung könnte eine Aktie als digitalen Token auf einer Blockchain oder einem verteilten Hauptbuch definieren. Eigentumsunterlagen und Transaktionsanweisungen könnten dann durch dieselbe digitale Infrastruktur fließen.

Smart Contracts könnten Teile des Abwicklungsprozesses automatisieren, indem festgelegte Regeln angewendet werden, wenn die erforderlichen Bedingungen erfüllt sind. Anstatt sich auf separate Systeme zu verlassen, um einen Handel zu erfassen, das Eigentum zu bestätigen und die Zahlung abzuschließen, könnte eine On-Chain-Struktur diese Prozesse über ein gemeinsames Hauptbuch verbinden.

Das könnte die Zeit zwischen einem Handel und der endgültigen Abwicklung verkürzen. Es könnte auch die Notwendigkeit verringern, Datensätze über mehrere Systeme hinweg zu synchronisieren. Die genaue Struktur des Systems, einschließlich Infrastruktur und Siedlungsgeschwindigkeit, wird weiterhin bewertet.

Könnte die Wall Street alles tokenisieren, ohne öffentlichen Blockchains eine Rolle zu geben?

Die NYSE-Ankündigung nennt keine öffentliche Blockchain für die vorgeschlagene Plattform. Das lässt die Frage offen, ob die Wall Street die Infrastruktur vollständig auf einem privaten oder genehmigten Netzwerk aufbauen könnte.

Eine private Kette könnte jedoch regulierten Marktteilnehmern mehr Kontrolle über Zugang, Transaktionsregeln, Identitätsanforderungen und Governance geben. Eine öffentliche Blockchain hingegen könnte je nach Design eine breitere Netzwerkbeteiligung und transparentere Transaktionsaufzeichnungen bieten.

Der Kompromiss besteht daher zwischen kontrollierter Infrastruktur und offenen Blockchain-Netzwerken. Die bereitgestellten Informationen geben nicht fest, welches Modell die NYSE wählen wird. Martin sagte stattdessen, die Börse werde weiterhin erforschen, wie On-Chain-Technologie als Kerninfrastruktur für die globalen Finanzmärkte dienen kann.

Wenn die NYSE Aktien On-Chain bewegt, was ändert sich dann tatsächlich für Anleger?

Eine On-Chain-Abwicklung könnte letztlich mehrere Bereiche des Investorenerlebnisses beeinflussen. Eine schnellere Abwicklung könnte es Investoren ermöglichen, die endgültigen Eigentumsunterlagen schneller zu erhalten. Darüber hinaus könnte die Verbindung von Zahlungs- und Wertpapierabwicklungen auf derselben Infrastruktur auch die Abstimmung zwischen getrennten Systemen verringern und möglicherweise einige Verarbeitungskosten senken.

Tokenisierte Wertpapiere könnten längere oder sogar durchgehende Handelszeiten unterstützen, wenn sich die Marktinfrastruktur und Vorschriften entsprechend entwickeln. Erweiterte Handelszeiten werden jedoch bereits innerhalb traditioneller Systeme erkundet. Beispielsweise plant die NYSE, ab Dezember einen 23-Stunden-Handel mit fünf Tagen pro Woche einzuführen, vorbehaltlich der Zustimmung der SEC.

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