- Ein 100-Millionen-Dollar-World-Liberty-Deal wirft Fragen zu AML-Schecks für PEP-verknüpfte Firmen auf.
- Zhous plötzlicher Reichtum wirft Fragen zur Verifizierung der Geldquellen auf.
- World Liberty gibt an, die AML-Regeln einzuhalten, aber keine Fondschecks offengelegt zu haben.
Ein Kauf von World Liberty Financial-Token im Wert von 100 Millionen Dollar hat eine umfassendere Frage der Einhaltung aufgeworfen, wie Kryptounternehmen große Investitionen handhaben sollten, wenn politisch exponierte Personen (PEPs) davon profitieren können.
Die Transaktion betraf Aqua 1, ein Unternehmen, das später mit dem Geschäftsmann Guren „Bobby“ Zhou in Verbindung gebracht wurde, sowie ein Krypto-Unternehmen, das mit Präsident Donald Trump und seiner Familie verbunden war. Obwohl World Liberty Financial angab, die geltenden Gesetze einzuhalten und ein Compliance-Programm aufrechtzuerhalten, das die Branchenstandards erfüllte oder übertraf, bleiben Fragen darüber, wie gründlich die Mittel des Investors vor der Transaktion geprüft wurden.
Warum politische Verbindungen wichtig sind
PEPs stehen unter internationalen Anti-Geldwäsche-Rahmenwerken verstärkter Kontrolle, da ihre Positionen ein größeres Risiko für Einflussverbreitung und finanzielles Fehlverhalten schaffen können.
In diesem Fall erhöht die Verbindung von World Liberty zu Trump und seiner Familie die 100-Millionen-Dollar-Investition. Nach der Politik von World Liberty gingen bis zu 75 Millionen Dollar aus dem Kauf an ein Unternehmen, das von Trump und seinen drei Söhnen kontrolliert wurde. Die Transaktion kam auch der Familie von Steve Witkoff zugute, einem Friedensgesandten der Trump-Regierung und Vater des World Liberty-Mitbegründers Zach Witkoff.
Patrick Prinz, Chief Operating Officer der Digital-Asset-Ermittlungsfirma Recoveris, sagte, dass die Beteiligung der Familie Trump typischerweise die höchste regulatorische Kontrolle im Finanzsystem erfordern würde, da sie PEP-Status haben.
Wer überprüft die Herkunft der Gelder?
AML-Rahmenwerke verlangen von Finanzinstituten, die Herkunft der Gelder im Rahmen eines risikobasierten Ansatzes zu überprüfen, insbesondere in Hochrisikofällen bei großen Transaktionen oder politisch exponierten Personen. Die Größe und Bedingungen der World Liberty-Transaktion würden daher typischerweise strengere Due-Diligence-Anforderungen auslösen.
Prinz sagte, mehrere Faktoren rund um Zhou hätten Quelldokumente auslösen müssen, darunter seine früheren Geschäftsmisserfolge, sein plötzlicher Zugang zu riesigen Reichtümern, das Ausmaß der Transaktion und die Geldwäscheuntersuchung gegen ihn.
Außerdem sagte World Liberty-Sprecher David Wachsman, dass das Unternehmen alle geltenden Gesetze und Vorschriften einhalte. Er wollte jedoch nicht sagen, ob das Unternehmen die Herkunft der für den Kauf verwendeten Mittel kannte.
Zhous Hintergrund trägt zu den Fragen bei
Öffentliche Aufzeichnungen zeigen, dass Guren „Bobby“ Zhou zuvor an mehreren Geschäftsprojekten im Vereinigten Königreich beteiligt war, darunter das Krypto-Projekt Caduceus, das später scheiterte. Gerichtsdokumente in Großbritannien deuten ebenfalls darauf hin, dass Zhou 2021 unter Verdacht auf Geldwäsche festgenommen wurde, obwohl er nicht angeklagt wurde. Die Behörden haben erklärt, dass die Ermittlungen weiterhin andauern.
Obwohl diese Details keinen Zusammenhang zwischen Zhous früheren Aktivitäten und der 100-Millionen-Dollar-Transaktion herstellen, helfen sie zu erklären, warum die Investition unter Aufmerksamkeit geriet. Insbesondere die Kombination aus früheren Geschäftsfehlern, ungeklärten rechtlichen Fragen und dem Umfang des Geschäfts weckt die Erwartung, dass in der Regel eine verbesserte Due Diligence, einschließlich der Quellenüberprüfung, angewendet wird.
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