- Hochrisiko-Krypto-Einzahlungen können nun eine Überprüfung von 15 Tagen oder länger auslösen.
- OKX bezeichnete Telegram garantierte Transaktionsgruppen und Huiwang als Hochrisiko-Einzahlungsquellen.
- Konten, die mit illegalen Aktivitäten in Verbindung gebracht wurden, könnten vollständig beendet werden.
OKX hat Händler gewarnt, dass die Einzahlung von Krypto von Hochrisikoadressen verlängerte Anti-Geldwäsche- und Risikoprüfungen auslösen kann, wodurch der Zugang zu Geldern möglicherweise für 15 Tage oder länger eingefroren wird.
Wovor OKX Nutzer warnt
Laut einer Erklärung des OKX-CEOs lösen Einzahlungen, die als von Hochrisikoquellen markiert werden, eine verstärkte Compliance-Überprüfung aus. Der Überprüfungszeitraum kann je nach Umständen „15 Tage oder länger“ dauern, und Kontofunktionen sowie -mittel können während der gesamten Phase eingeschränkt sein. In schweren Fällen könnten Konten, die mit illegalen Aktivitäten in Verbindung gebracht werden, ihre Dienste vollständig eingestellt haben, erklärt OKX.
OKX nannte bestimmte Quellen ausdrücklich mit erhöhtem Risiko, darunter Gelder, die über Garantie-Transaktionsgruppen auf Telegram sowie Huiwang und verwandte Kanäle erhalten wurden, und erklärte, dass Einlagen, die an diese Quellen gebunden sind, „ein höheres Quellen-Risiko“ bergen könnten.
Versteckte Falle für Händler
Das Hauptproblem ist, dass eine Transaktion völlig normal im Onchain aussehen kann und trotzdem unzugänglich wird, sobald sie eine Börse erreicht. Zentralisierte Plattformen überprüfen nicht nur, ob eine Übertragung erfolgreich ausgeführt wurde. Sie nutzen Blockchain-Analysetools, um die gesamte Historie der beteiligten Fonds nachzuverfolgen.
Wenn eine Wallet mehrere Transaktionen zuvor, auch unbewusst, mit einer markierten Einheit interagiert hat, kann diese Historie den Mitteln folgen und sofort eine Überprüfung auslösen, sobald sie eine Börse erreichen. Das schafft eine schwierige Situation für Händler.
Warum die Finanzierungsquelle jetzt wichtiger ist
Der übergeordnete Trend ist, dass die Börsen die Einhaltung verschärfen, wodurch die eigentliche Frage für Händler von „Hat meine Transaktion erfolgreich gewesen“ auf „Wo war diese Kryptowährung eigentlich“ verlagert wird. Blockchain-Analysetools ermöglichen es Börsen nun, die Fondshistorie weit über den unmittelbaren Absender hinaus zurückzuverfolgen, was bedeutet, dass die Exponierung gegenüber einer markierten Wallet selbst bei mehreren Rückzahlungen noch zum Zeitpunkt der Einzahlung auftauchen kann.
Bevor Vermögenswerte zu einer zentralisierten Börse wie OKX übertragen werden, wird die Überprüfung der bisherigen Transaktionshistorie einer Wallet und jeglicher Exposition gegenüber markierten Diensten zu einem notwendigen Schritt und nicht mehr zu einer optionalen Vorsichtsmaßnahme. Dies ist am wichtigsten für Händler, die Gelder von Dritten, Wettplattformen, Peer-to-Peer-Transfers oder informellen Zahlungskanälen erhalten – Situationen, in denen der Einleger möglicherweise nur begrenzte Transparenz darüber hat, woher diese Gelder stammen.
Da die Börsen die Einhaltung der Vorschriften verschärfen, wird die Herkunft des Fonds genauso wichtig wie die Transaktion selbst. Selbst routinemäßige Einzahlungen können Verzögerungen oder Einschränkungen erleiden, wenn ihre Historie eine Belastung mit markierten Adressen beinhaltet, weshalb eine sorgfältige Sorgfaltspflicht für Händler vor dem Umzug von Vermögenswerten notwendig ist.
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