Vom DOJ geführte Operation stört 1,4 Millionen Betrugskonten

Vom DOJ geführte Operation stört 1,4 Millionen Betrugskonten

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Vom DOJ geführte Operation stört 1,4 Millionen Betrugskonten
  • Die Operation des DOJ hat 1,4 Millionen Betrugskonten unterbrochen, die mit Krypto-Betrugsnetzwerken verknüpft sind.
  • Coinbase hat 3,8 Millionen Dollar in Krypto während der koordinierten Anti-Betrugsbekämpfung eingefroren.
  • Die thailändische Polizei nahm sieben Verdächtige fest, die mit südostasiatischen Betrugsringen in Verbindung stehen.

Das US-Justizministerium (DOJ) hat die Ergebnisse seiner allerersten „Disruption Week“ bekannt gegeben. Die koordinierte Aktion umfasste Regierungsbehörden, Strafverfolgungspartner und große Technologieunternehmen.

Die Operation führte zur Unterbrechung von mehr als 1,4 Millionen Betrugskonten. Die Behörden froren außerdem über 3,8 Millionen Dollar in Kryptowährungen ein und nahmen sieben mutmaßliche Betrüger in Thailand fest.

Die Initiative wurde von der Scam Center Strike Force des DOJ organisiert. Es richtete sich gegen cyber-gestützte Investitionsbetrugsnetzwerke, die hauptsächlich in Südostasien operierten. Beamte sagten, diese Gruppen hätten weltweit Milliarden von Opfern gestohlen.

Millionen von Betrugskonten wurden gelöscht

Laut dem Justizministerium fand die Disruption Week vom 18. bis 21. Mai in Washington, D.C. statt. Die Veranstaltung brachte Vertreter des FBI, des US Secret Service, Homeland Security Investigations (HSI), ausländischer Strafverfolgungsbehörden und großer privater Unternehmen zusammen.

Zu den Teilnehmern gehörten Apple, Coinbase, Google, Meta, Microsoft, SpaceX, TRM Labs, Silent Push und Zenlayer.

Die Zusammenarbeit konzentrierte sich darauf, die Infrastruktur zu identifizieren, die von organisierten Verbrechergruppen genutzt wird, die Kryptowährungs-Investitionsbetrug betreiben. Diese Methoden sind allgemein als „Schweineschlachtungs“-Betrügereien bekannt.

Durch Informationsaustausch und koordinierte Maßnahmen haben private Unternehmen freiwillig mehr als 1,4 Millionen Social-Media- und E-Mail-Konten, die mit Betrugsoperationen in Verbindung stehen, gestört.

Die Behörden unterbrachen außerdem bösartigen Internetverkehr. Sie demontierten Server und Hosting-Infrastruktur und identifizierten mehrere Betrugsplattformen für weitere Untersuchungen.

Coinbase friert mehr als 3 Millionen Dollar ein

Coinbase bestätigte, dass es während der Operation Kryptowährungen im Wert von mehr als 3 Millionen Dollar eingefroren hat, die mit den Betrugsnetzwerken verbunden waren.

Die Börse erklärte, die Operation habe die Bedeutung der branchenübergreifenden Zusammenarbeit hervorgehoben. Es wurde festgestellt, dass kein einzelnes Unternehmen oder keine Behörde diese ausgeklügelten Betrugsnetzwerke allein wirksam bekämpfen kann.

Die Initiative beinhaltete außerdem koordinierte Anstrengungen mit Meta, Microsoft und Starlink. Gemeinsam zielten sie auf Online-Infrastrukturen ab, die von kriminellen Organisationen genutzt wird.

Die kombinierten Maßnahmen störten Betrugsnetzwerke in sozialen Medien, Finanzdienstleistungen, Internetverbindung und Hosting-Plattformen.

Festnahmen in Thailand und neue Ermittlungen

Eines der bedeutendsten Ergebnisse der Operation war die Festnahme von sieben mutmaßlichen Betrügern durch thailändische Behörden.

Das Anti-Cyber-Scam Center der königlichen Thailändischen Polizei leitete ebenfalls neue Ermittlungen ein, die auf den während der Kampagne gesammelten Informationen basierten.

Zu den ausländischen Strafverfolgungsbehörden, die an der Aktion beteiligt waren, gehörten die Australian Federal Police, das Canadian Anti-Fraud Centre, die New Zealand Police, die Royal Thai Police und die britische National Crime Agency.

Das Justizministerium erklärte, die Operation habe das Ausmaß der Störungen gezeigt, die möglich sind, wenn Regierungen und private Unternehmen Informationen austauschen und Durchsetzungsmaßnahmen gegen organisierte Cyberkriminalitätsgruppen koordinieren.

Das Justizministerium zielt auf südostasiatische Betrugsanlagen ab

Die US-Staatsanwältin Jeanine Pirro bezeichnete cyber-fähigen Krypto-Investitionsbetrug als eines der schädlichsten Finanzverbrechen, die Amerikaner heute betreffen.

Laut dem Justizministerium werden viele dieser Betrugsoperationen von großen Anlagen in Kambodscha, Laos und Myanmar nahe der thailändischen Grenze aus durchgeführt.

Kriminelle Syndikate rekrutieren oft Arbeiter mit Versprechen auf eine legitime Beschäftigung. Einmal rekrutiert, sollen viele gezwungen sein, an Online-Betrugsschemata teilzunehmen.

Opfer werden in der Regel über Wochen oder Monate hinweg dazu gebracht, in gefälschte Kryptowährungsplattformen zu investieren, die gefälschte Gewinne anzeigen. Nachdem die Opfer Geld eingezahlt haben, wird das Geld direkt an die Betrüger überwiesen.

Letztlich erklärte das DOJ, dass die Disruption Week ein neues Modell zur Bewältigung groß angelegten Krypto-Betrugs darstellt. Der Ansatz beruht auf koordiniertem Handeln zwischen Regierungen, Strafverfolgungsbehörden und privaten Unternehmen. Beamte deuteten darauf hin, dass ähnliche Operationen in Zukunft durchgeführt werden könnten.

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