- PIMCO warnte, dass die Fed eine weitere Straffung in Erwägung ziehen könnte, da die Inflationsrisiken weiter steigen.
- Goldman Sachs verzögerte die erwarteten Kürzungen der Fed, da die Energiepreise die Inflation hochhalten.
- Länger höhere Zinssätze erhöhten weiterhin den Druck auf den Kryptomärkten.
Die Pacific Investment Management Company (PIMCO) warnte, dass die Federal Reserve möglicherweise nicht in der Lage ist, die Zinsen zu senken, da der Inflationsdruck nach der Eskalation des US-Iran-Konflikts und der Störung der globalen Energiemärkte weiter steigt. Die Warnung erfolgte, als Finanzinstitute die Erwartungen an die Geldpolitik nach der Schließung der Straße von Hormus neu bewerteten, was die Sorgen über höhere Ölpreise und anhaltende Inflation verstärkte.
Dan Ivascyn, Chief Investment Officer bei PIMCO, sagte, die Inflationsaussichten seien für politische Entscheidungsträger, die versuchen, die Inflation wieder auf das 2%-Ziel der Federal Reserve zurückzubringen, komplizierter geworden. Laut Ivascyn werden Straffungsmaßnahmen bereits in Europa, dem Vereinigten Königreich und möglicherweise in Japan sichtbarer, während weitere Straffungen in den Vereinigten Staaten nicht ausgeschlossen werden sollten.
Ivascyn erklärte, dass die Senkung der Kreditkosten unter den aktuellen Bedingungen die Inflationserwartungen verschärfen und zusätzlichen Druck auf die langfristigen Zinssätze ausüben könnte. Er sagte, Zinssenkungen könnten aufgrund der anhaltenden Unsicherheit rund um Inflation und Inflationserwartungen „kontraproduktiv“ werden, so FT.
Vermögensverwalter überdenken die Erwartungen der Fed
Die Äußerungen von PIMCO folgten ähnlichen Äußerungen von Franklin Templetons Geschäftsführerin Jenny Johnson, die sagte, die Inflation könne für die Federal Reserve weiterhin schwer einzudämmen sein. Johnson erklärte, dass der aktuelle Inflationshintergrund die Fähigkeit der Zentralbank einschränken könnte, kurzfristig mit Zinssenkungen zu beginnen.
Goldman Sachs passte zudem seinen Geldausblick an und verschob die Erwartungen für die nächsten Zinssenkungen der Federal Reserve auf Dezember 2026 und März 2027. Die Bank erklärte, dass höhere Energiepreise, die mit der geopolitischen Lage zusammenhängen, die Kerninflation der persönlichen Konsumausgaben (PCE) im Jahr 2026 bei nahe 3 % halten könnten.
Die Federal Reserve hat ihren Leitzinssatz seit Januar 2026 nach drei Zinssenkungen im Jahr 2025 zwischen 3,50 % und 3,75 % gehalten. Aktuelle Inflationsdaten zeigten, dass die Verbraucherpreise im März im Monatsvergleich um 0,9 % gestiegen sind, während die jährliche Inflation 3,3 % erreichte.
Kryptomärkte stehen unter Druck durch höhere Zinsaussichten
Die erneute Möglichkeit eines länger höheren Zinsumfelds erhöht den Druck auf risikosensitive Vermögenswerte, einschließlich Kryptowährungen. Marktteilnehmer beobachten weiterhin die Auswirkungen von Inflation und Zinserwartungen auf die Liquiditätsbedingungen auf den digitalen Vermögensmärkten.
Bitcoin wurde zum Zeitpunkt der Berichterstattung bei 80.892,24 US-Dollar gehandelt, so CoinMarketCap-Daten. Der Vermögenswert verzeichnete ein 24-Stunden-Handelsvolumen von 32,47 Milliarden US-Dollar und verzeichnete einen Tagesgewinn von 0,11 %. Bitcoin blieb nach Marktkapitalisierung die größte Kryptowährung mit einem Gesamtmarktwert von etwa 1,62 Billionen US-Dollar.
Verwandt: Was könnte der VPI vom Dienstag für den Bitcoin-Preis bedeuten?
Disclaimer: The information presented in this article is for informational and educational purposes only. The article does not constitute financial advice or advice of any kind. Coin Edition is not responsible for any losses incurred as a result of the utilization of content, products, or services mentioned. Readers are advised to exercise caution before taking any action related to the company.