- Die Berufung Südkoreas wird prüfen, wie Gerichte 5,1 Millionen Dollar mutmaßlicher unfairer Krypto-Handelsgewinne messen
- Der erste Fall virtueller Vermögenswerte könnte Standards für Beweise und Beschlagnahmung der Krypto-Manipulation prägen.
- Die Einführung der Krypto-Steuer im Jahr 2027 erhöht den Druck, da 13 Millionen Investoren mit einer Steuer von 22 % über 2,5 Millionen Won im Vergleich zu 2028 rechnen müssen
Südkoreas erster Fall zur Manipulation des Kryptomarktes im Rahmen des Virtual Asset User Protection Act geht am 11. Juni in eine kritische Berufungsphase. Laut einem lokalen Medienbericht wird das Oberste Gericht von Seoul nun prüfen, ob die Staatsanwaltschaft etwa 7,1 Milliarden Won oder etwa 5,1 Millionen Dollar an angeblichen illegalen Gewinnen nachweisen kann. Der Fall ist zu einem wichtigen Test für Südkoreas neues System zur Durchsetzung digitaler Vermögenswerte geworden, insbesondere darin, wie Gerichte Gewinne aus unlauterem Kryptohandel messen.
Berufung stellt einen Gewinnanspruch von 5,1 Millionen Dollar an das Zentrum
Der Fall begann, nachdem die Behörden den Leiter eines Krypto-Asset-Management-Unternehmens und einen ehemaligen Mitarbeiter beschuldigten, zwischen Juli und Oktober 2024 einen gelisteten Token manipuliert zu haben. Die Staatsanwaltschaft behauptete, die Angeklagten hätten wiederholt hohe Kaufaufträge, günstige Verkaufsaufträge, gefälschte Kaufaufträge und automatisierten Handel verwendet.
Das Ziel war laut Staatsanwaltschaft, die Aktivitäten aufzublähen und den Anschein einer stärkeren Marktnachfrage zu erzeugen. Im Februar befand das Seoul Southern District Court die Manipulationsvorwürfe als bewiesen.
Folglich erhielt der Unternehmensvertreter drei Jahre Haft, eine Geldstrafe von 500 Millionen Won und etwa 846 Millionen Won durch Beschlagnahmung. Ebenso erhielt der ehemalige Mitarbeiter eine zweijährige Haftstrafe, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde.
Das Gericht wies jedoch den Versuch der Staatsanwaltschaft zurück, die angeblich ungerechtfertigten 7,1 Milliarden Won zu beschlagnahmen. Die Richter erklärten, die Berechnung sei nicht durch ausreichende Beweise gestützt. Diese Entscheidung hat die Berufung weniger darauf bezogen, ob Manipulation stattgefunden hat, sondern mehr darauf, wie illegale Gewinne gemessen werden sollten.
Fast-Track-Fall testet neue Krypto-Durchsetzungsbefugnisse
Die Berufung ist bemerkenswert, da sie einem Schnellvermittlungsverfahren nach dem Virtual Asset User Protection Act folgte. Das Gesetz trat am 19. Juli 2024 in Kraft, nach jahrelanger Besorgnis über Lücken in der Krypto-Aufsicht.
Frühere Regeln konzentrierten sich hauptsächlich auf Anti-Geldwäsche-Kontrollen. Das neue Rahmenwerk erweiterte jedoch die Aufsicht um den Schutz von Nutzervermögen, die Überwachung der Börsen und unfaire Handelspraktiken, einschließlich Preismanipulation.
Im Rahmen dieses Systems können Börsen verdächtigen Handel erkennen und die Ergebnisse zur regulatorischen Überprüfung einreichen. Die Finanzdienstleistungskommission und der Finanzaufsichtsdienst können dann schwere Fälle an Staatsanwälte weiterleiten.
Die FSC hat außerdem erklärt, dass Fast-Track-Überweisungen eingesetzt werden können, wenn Verdächtige fliehen oder Beweise vernichten könnten. Dieser Fall wird daher als frühes Maß dafür beobachtet, wie schnell das neue System von Handelswarnungen zur gerichtlichen Durchsetzung übergehen kann.
Unterdessen haben sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung Berufung eingelegt. Das bedeutet, dass das höhere Gericht die Manipulationsfeststellung des unteren Gerichts und die umstrittene Beschlagnahmungssumme prüfen kann.
Die Debatte über die Krypto-Steuer erhöht den Druck auf Investoren
Der Appell erfolgt außerdem, während Südkorea sich darauf vorbereitet, im Januar 2027 sein verzögertes Krypto-Steuerrahmen einzuführen. Lokale Medien berichteten, dass das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen am 7. Mai auf einem Forum der Nationalversammlung mitteilte, dass Krypto-Gewinne über 2,5 Millionen Won zusammen mit einer Steuer von 22 % rechnen müssen.
Dazu gehören eine 20%ige Einkommenssteuer und eine 2%ige lokale Einkommenssteuer. Der Nationale Steuerdienst hat mit der Vorbereitung der Infrastruktur für die Sammlung und Berichterstattung von Austauschdaten begonnen. Die ersten damit verbundenen Einkommensteuererklärungen werden für 2028 erwartet.
Der Plan könnte etwa 13 Millionen Krypto-Investoren betreffen. Sie ist nach mehreren Verzögerungen, einschließlich der jüngsten Verschiebung von 2024 auf 2027, politisch sensibel geblieben. Kritiker hingegen argumentieren, dass Durchsetzungssysteme und politische Konsistenz weiterhin ungelöst sind.
Die Debatte verschärfte sich, nachdem Seoul die Finanzanlageeinkommensteuer für Aktieninvestoren abgeschafft und getrennte Regeln für virtuelle Vermögenswerte beibehalten hatte. Insgesamt könnte die Anhörung am 11. Juni nun sowohl die Gerichtsstandards als auch die Markterwartungen prägen. Für den südkoreanischen Kryptosektor stellt die Berufung Durchsetzung, Beschlagnahmung und Steuerbereitschaft in den Mittelpunkt.
Verwandt: Der Anstieg der japanischen Anleihe-Renditen schürt Ängste vor Schulden und globalen Marktstress
Disclaimer: The information presented in this article is for informational and educational purposes only. The article does not constitute financial advice or advice of any kind. Coin Edition is not responsible for any losses incurred as a result of the utilization of content, products, or services mentioned. Readers are advised to exercise caution before taking any action related to the company.