- Bitcoin entkoppelt sich von der globalen Liquidität, da M2 ohne neue BTC-ATHs Rekordhochs erreicht.
- Spot-Bitcoin-ETFs könnten das Marktverhalten grundlegend verändert haben.
- Investoren bezweifeln, ob das Gelddrucken im aktuellen Zyklus noch Bitcoin-Gewinne garantiert.
Jahrelang war eines der größten bullischen Argumente für Bitcoin seine starke Beziehung zur globalen Liquidität.
Die Idee war, dass wenn die Zentralbanken die Geldmenge erhöhten und die globale M2-Liquidität wuchs, Bitcoin meist ebenfalls nach oben ging. Von 2013 bis Mitte 2025 zeigten Bitcoin und globale Liquidität eine äußerst starke Korrelation und wurden zu einem der am häufigsten verfolgten makroökonomischen Indikatoren in der Krypto-Branche. Aber diese Beziehung hat sich kürzlich geschwächt.
Die globale Liquidität steigt weiter, während Bitcoin stagniert
Die weltweite M2-Liquidität ist nun auf Rekordhochs von über 100 Billionen US-Dollar gestiegen. In früheren Zyklen hätte eine solche Liquiditätsexpansion Bitcoin wahrscheinlich zu neuen Allzeithochs geführt.

Stattdessen bleibt Bitcoin nach einem bisherigen Handel bei der Rallye Ende 2025 in der Nähe des 77.000-Dollar-Bereichs nahe der 77.000-Dollar-Spanne.
Diese Divergenz wirft Fragen auf, ob sich die Marktstruktur von Bitcoin verändert hat.
Spot-Bitcoin-ETFs könnten den Markt verändert haben
Eine wichtige Erklärung ist der Aufstieg von Spot-Bitcoin-ETFs. Bitcoin wird nun zunehmend von institutionellen Kapitalflüssen beeinflusst, anstatt nur auf globale Liquiditätsbedingungen zu reagieren. ETF-Zuflüsse, Staatsanleihenrenditen, Dollarstärke und eine breitere makroökonomische Lage spielen eine größere Rolle bei den Kursbewegungen.
Das unterscheidet sich stark von früheren Zyklen, als Privatbeteiligung und Liquiditätsausweitung die Haupttreiber hinter Bitcoin-Rallyen waren.
Geopolitik und Risiko-Off-Stimmung spielen ebenfalls eine Rolle
Auch die globale Unsicherheit hat das Marktverhalten beeinflusst. Anhaltende geopolitische Spannungen, hohe Energiepreise und vorsichtige Risikostimmung an den Finanzmärkten haben die aggressive Kaufaktivitäten in Krypto reduziert, obwohl die Liquidität weltweit weiter wächst.
Infolgedessen hat Bitcoin auf die steigende Liquidität nicht mehr so reagiert wie in früheren Zyklen.
Ist Bitcoin einfach verzögert?
Einige Investoren glauben weiterhin, dass Bitcoin schließlich aufholen könnte, wenn die Liquiditätsbedingungen stark bleiben und sich das Marktsentiment verbessert. Andere glauben, dass dieser Zyklus bereits gezeigt hat, dass die alte Theorie „Geld drücken gleich Bitcoin hoch“ nicht mehr so zuverlässig ist wie früher.
Klar bleibt, dass sich Bitcoins Verhältnis zur globalen Liquidität nicht mehr so einfach und vorhersehbar entwickelt, wie es viele Investoren im letzten Jahrzehnt gewohnt sind.
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