- JPMorgan und Goldman schränken Claude in Hongkong aufgrund von Bedenken wegen der KI-Sicherheit ein.
- Regulierungsbehörden und Banken verschärfen die KI-Kontrollen, da Cyberbedrohungen und politische Risiken zunehmen.
- Globale Banken balancieren die Einführung von KI, Compliance-Anforderungen und Wachstumsstrategien.
Große Finanzinstitute verschärfen ihren Umgang mit künstlicher Intelligenz, da regulatorische Unsicherheit und nationale Sicherheitsbedenken den Einsatz fortschrittlicher KI-Tools von Banken verändern. JPMorgan Chase hat kürzlich Mitarbeitern in Hongkong den Zugang zu Anthropics Claude-Modellen verwehrt und sich damit Goldman Sachs angeschlossen, um die Verfügbarkeit der Technologie in der Region einzuschränken. Dieser Schritt unterstreicht die wachsende Vorsicht globaler Banken, da Regierungen, Regulierungsbehörden und Technologieunternehmen die Risiken zunehmend leistungsfähiger KI-Systeme neu bewerten.
Banken verschärfen die Kontrollen für KI-Plattformen
JPMorgan entfernte die Modelle von Anthropic von der Liste der genehmigten großen Sprachmodelle, die seiner Hongkonger Belegschaft zur Verfügung standen. Die Entscheidung folgte auf Bedenken hinsichtlich der Lizenzbedingungen von Anthropic, die die Nutzung in Großchina, einschließlich Hongkong, ausschließen.
Goldman Sachs übernahm Anfang dieses Jahres eine ähnliche Position. Folglich haben die Mitarbeiter in Hongkong keinen Zugang mehr zu Claude über die genehmigten Technologieplattformen der Bank.
Die Beschränkungen kommen vor dem Hintergrund breiterer Bedenken hinsichtlich fortschrittlicher KI-Fähigkeiten. Kürzlich drängten US-Behörden Anthropic, den Zugang zu einem seiner fortschrittlichsten Modelle auszusetzen, nachdem Beamte Sicherheitsbedenken geäußert hatten. Die politischen Entscheidungsträger sollen befürchtet haben, dass hochleistungsfähige KI-Systeme Softwarelücken offenlegen oder Cyberbedrohungen beschleunigen könnten.
Darüber hinaus äußern Technologieunternehmen weiterhin Bedenken hinsichtlich der Modelldestillation. Diese Praxis ermöglicht es Entwicklern, konkurrierende Systeme zu trainieren, indem sie die Ausgaben führender ausländischer KI-Modelle umfassend untersuchen. Infolgedessen haben mehrere KI-Anbieter geografische Beschränkungen verschärft und die Zugangskontrollen verschärft.
Finanzsektor warnt vor neuen Risiken
Während Banken KI-bezogene Bedrohungen bewerten, stehen auch Wall-Street-Institutionen vor regulatorischen Herausforderungen. Branchenverbände warnten kürzlich, dass die vorgeschlagenen Kapitalanforderungen für das Basel Endgame die Kapitalgebühren für bestimmte Handelsaktivitäten um zwischen 30 % und 89 % erhöhen könnten.
Finanzorganisationen argumentieren, dass höhere Kapitalanforderungen die Liquidität am 29-Billionen-US-Staatsanleihenmarkt verringern könnten. Darüber hinaus entstehen die Bedenken, während sich die Regulierungsbehörden auf erweiterte Anforderungen zur Clearing der Treasury-Versicherungen später in diesem Jahr vorbereiten.
An anderer Stelle haben japanische Bankführungskräfte die wachsenden Cybersicherheitsrisiken im Zusammenhang mit fortschrittlichen KI-Technologien hervorgehoben. Führungskräfte warnten, dass ausgeklügelte Angriffe vorübergehende Serviceunterbrechungen erzwingen könnten, darunter Online-Banking-Plattformen und Geldautomaten.
Die globale Bankenlandschaft verändert sich weiterhin
Regulatorische Entwicklungen traten auch außerhalb des KI-Sektors auf. In Australien stimmte HSBC einer vorgeschlagenen Strafe von 35 Millionen australischen Dollar zu, nachdem die Regulierungsbehörden Schwächen in den Anti-Betrugs-Kontrollen identifiziert hatten. Die Behörden stellten fest, dass Kunden innerhalb eines Jahres erhöhten Risiken durch unautorisierte Transaktionen ausgesetzt waren.
Unterdessen genehmigte ein US-Bundesrichter die Einstellung eines langjährigen Sanktionsfalls gegen die türkische Halkbank. Der Kreditgeber sah sich mit Vorwürfen bezüglich etwa 20 Milliarden Dollar begrenzter iranischer Mittel konfrontiert.
In ganz Afrika verfolgt die Standard Bank weiterhin Wachstumschancen. Der Kreditgeber schätzt, dass eine Ausweitung des innerafrikanischen Handels eine Einnahmemöglichkeit im Wert von etwa 250 Milliarden Rand oder 15,4 Milliarden Dollar erschließen könnte. Daher plant die Bank, ihre Präsenz in wichtigen Märkten wie Nigeria, Ghana, Kenia, Uganda und Tansania zu stärken.
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