- Kevin Warsh leitet seine erste Sitzung des Federal Open Market Committee als Vorsitzender der Federal Reserve.
- Die Märkte erwarten weitgehend, dass der Leitzins zwischen 3,50 % und 3,75 % bleibt.
- Die jährliche US-Inflation erreichte im Mai 4,2 %, doppelt so hoch wie das langfristige Ziel der Fed.
Die Federal Reserve begann am Dienstag eine zweitägige politische Sitzung und stellte Kevin Warsh in den Mittelpunkt seiner ersten Zinsentscheidung seit seiner Amtsübernahme als Vorsitzender. Die Märkte erwarten, dass die Verantwortlichen die Kreditkosten unverändert lassen, aber das Treffen könnte dennoch definieren, wie die Zentralbank unter ihrer neuen Führung mit Inflation, Kommunikation und zukünftigen Zinsänderungen umgeht.
Warsh trat sein Amt am 22. Mai an, nachdem er Jerome Powell nachgefolgt hatte. Sein Debüt kommt zu einer Zeit, in der die Verbraucherpreise mit dem schnellsten Jahrestempo seit drei Jahren steigen, was kaum Raum für eine sofortige Zinssenkung lässt.
Fed wird erwartet, die Zinsen stabil zu halten
Ökonomen erwarten im Allgemeinen, dass das Federal Open Market Committee seinen Leitzins im aktuellen Bereich von 3,50 % bis 3,75 % behält, wenn die Entscheidung am Mittwoch fällt.
Die Inflation bleibt das Haupthindernis für niedrigere Zinsen. Der Verbraucherpreisindex stieg in den zwölf Monaten bis Mai um 4,2 %, gegenüber 3,8 % im April. Die Energiekosten machten einen Großteil des Anstiegs aus, während die Kerninflation unter dem Stand blieb.
Auch die Importpreise sind gestiegen. Kraftstoff und Investitionsgüter trieben die Kosten importierter Produkte im Mai nach oben, was die Sorge verstärkte, dass Unternehmen steigende Ausgaben an die Verbraucher weitergeben könnten.
Unterdessen sind die Beschäftigungsdaten stabil genug geblieben, um den Druck auf die Fed zu verringern, die Wirtschaft durch eine leichtere Politik zu unterstützen. Diese Kombination führt dazu, dass die Behörden die anhaltende Inflation mit der Möglichkeit eines langsameren Wachstums später im Jahr abwägen.
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Warshs Kommunikation steht im Mittelpunkt
Die Märkte könnten aus Warshs Pressekonferenz mehr lernen als aus der erwarteten Zinsentscheidung selbst. Er hat zuvor umfangreiche Vorwärtsleitlinien kritisiert und argumentiert, dass detaillierte Versprechen zur zukünftigen Politik die Möglichkeiten der Zentralbank einschränken können.
Sein Ansatz könnte eine Veränderung gegenüber Powell markieren, der nach jeder geplanten politischen Sitzung eine Pressekonferenz abhielt. Warsh lehnte es ab, denselben Zeitplan beim Erscheinen vor dem Senat zu versprechen, und sagte, öffentliche Briefings sollten stattfinden, wenn Beamte wichtige Informationen zu kommunizieren haben.
Der neue Vorsitzende wird jedoch voraussichtlich nach der Entscheidung am Mittwoch zu Reportern sprechen. Investoren werden auf Anzeichen achten, dass die Fed ihre bisherige Präferenz für spätere Zinssenkungen aufgehoben hat.
Diese Änderung könnte Beamte zufriedenstellen, die sich gegen eine Lockerung der Formulierung bei der vorherigen Sitzung geäußert haben. Es würde zudem eine neutralere Position darstellen, sodass sowohl Erhöhungen als auch Reduzierungen verfügbar bleiben, wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen entwickeln.
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Märkte hinterfragen die Richtung der Zinssätze
Online-Kommentare konzentrierten sich darauf, ob Warsh letztlich niedrigere Zinsen unterstützen könnte, um die Kreditlast der Regierung zu verringern. Felix Prehn argumentierte , dass die niedrigere Steigerung unter der Inflation den realen Wert der Schulden langsam verringern könnte, und verglich die Strategie mit der US-Politik nach dem Zweiten Weltkrieg.
Diese Behauptung spiegelt eine mögliche Interpretation wider und nicht einen angekündigten Plan der Federal Reserve. Zinsentscheidungen erfordern Unterstützung durch den breiteren Ausschuss, während das Mandat der Fed sich auf Preisstabilität und maximale Beschäftigung konzentriert.
Bemerkenswert ist, dass Anleiheinvestoren vor der Entscheidung eine vorsichtige Position eingenommen haben. Starke Arbeitsmarktdaten, erhöhte Energiekosten und eine Inflation über dem Ziel hinaus haben die Erwartungen an kurzfristige Kürzungen geschwächt.
Die Erklärung vom Mittwoch, Wirtschaftsprognosen, Zinsprognosen und Warshs erste Pressekonferenz geben den klarsten Hinweis darauf, ob die Fed eine neutrale Haltung einschlägt oder sich später im Jahr 2026 auf eine straffere Politik vorbereitet.
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