- Die thailändische SEC erlaubt es Krypto-Börsen, Derivatelizenzen ohne neue Firmen zu beantragen.
- Börsen müssen Schutzmaßnahmen ergreifen, um Missbrauch von Kundenhandelsorderdaten zu verhindern.
- Die öffentliche Konsultation zu den vorgeschlagenen Änderungen bleibt bis zum 20. Mai 2026 offen.
Die thailändische Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) arbeitet daran, die Art und Weise neu zu gestalten, wie Unternehmen digitale Vermögenswerte Derivate anbieten können, und schlägt Regeländerungen vor, die bestehenden Betreibern den Einstieg ermöglichen, ohne komplett neue Unternehmen gründen zu müssen.
Nach dem aktuellen Rahmen müssen Unternehmen, die Futures-Kontrakte anbieten wollen, die mit digitalen Vermögenswerten verknüpft sind, separate juristische Personen gründen – eine Hürde, die die SEC nun beseitigen möchte. Die vorgeschlagenen Änderungen würden es lizenzierten Börsen für digitale Vermögenswerte ermöglichen, direkt Derivatehandelslizenzen zu beantragen, was einen Prozess vereinfacht, den Kritiker seit langem als unnötig belastend ansehen.
Absicherungswerkzeuge und umfassendere Anerkennung
Der Regulator gestaltete die Überarbeitung um zwei übergeordnete Ziele: die Legitimität digitaler Vermögenswerte als investierbare Anlageklasse zu vertiefen und Privat- und institutionellen Anlegern bessere Werkzeuge zur Absicherung ihres Risikos zu geben.
„Dies fördert eine größere Akzeptanz digitaler Vermögenswerte als Anlageobjekt und bietet Anlegern eine zusätzliche Absicherungsoption“, sagte die SEC in ihrem am Montag veröffentlichten Konsultationsdokument.
Dieser Schritt signalisiert auch eine Veränderung in der Sicht der thailändischen Behörden auf Krypto, indem sie sie weniger als spekulative Randgruppe und mehr als reifende Finanzkategorie behandeln, die eine formale Infrastruktur verdient.
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Leitplanken kommen mit den neuen Regeln
Die Änderungen sind mit strengeren Bedingungen verbunden. Jede digitale Vermögensbörse, die eine Derivatelizenz beantragt, müsste Schutzmaßnahmen gegen Interessenkonflikte treffen – eine Anforderung, die die SEC als besonders wichtig einstufte, da Börsen sonst auf den Kundenorderfluss zugreifen und diesen für einen proprietären Vorteil nutzen könnten.
Der Vorschlag erhöht zudem die Messlatte für Terminbörsen und Clearinghäuser für Finanzberichterstattung und bringt thailändische Standards näher an internationale Benchmarks. Die Regulierungsbehörden bezeichneten dies als unerlässlich, um die gesamte Infrastruktur des Derivatemarktes zu stärken.
Regionale Ambitionen an der Linie
Thailand baut seit der Legalisierung des Kryptohandels im Jahr 2018 schrittweise seine Regulierungsinfrastruktur für digitale Vermögenswerte aus, und dieser Schritt signalisiert die Absicht, die Derivateaufsicht unter einem einheitlichen Kopf zu vereinen.
Wenn sie angenommen werden, könnten die Änderungen die Einstiegskosten für etablierte thailändische Krypto-Plattformen, die Bitcoin- oder Ethereum-Futures anbieten wollen, erheblich senken und Bangkok potenziell zu einem wettbewerbsfähigeren Knotenpunkt für regulierte digitale Asset-Derivate in Südostasien positionieren.
Die SEC hat die Vorschläge für öffentliche Konsultationen bis zum 20. Mai 2026 geöffnet und fordert Rückmeldungen von Marktteilnehmern, Börsen und Clearinginstituten ein.
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