Die Fed hält die Zinsen nahe 4 %, während Trump auf 1 % drängt: Was das für Bitcoin bedeutet

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Die Fed hält die Zinsen nahe 4 %, während Trump auf 1 % drängt: Was das für Bitcoin bedeutet
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  • Fed-Zinsen bleiben bei etwa 4 %, während Trump 1 % anstrebt, was eine große politische Spaltung schafft.
  • Niedrigere Zinsen unterstützen Bitcoin, aber steigende Inflation und Anleiherenditen bergen Risiken.
  • Bitcoin-Händler beobachten die Inflation, Staatsanleihenrenditen, den Dollar und den PCE-Bericht vom 30. September.

Bitcoin sieht sich gemischten Signalen durch die US-Zinspolitik ausgesetzt. Am 16. September erhöhte die Federal Reserve die Zinssätze um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 % bis 4 %.

Gleichzeitig hat Präsident Donald Trump gefordert, die Zinssätze auf 1 % oder darunter zu senken. Das schafft eine große Lücke zwischen Trumps bevorzugtem Zinssatz und dem aktuellen Zinssatz der Fed. Bitcoin-Händler beobachten, ob die Zinsen aufgrund der Inflation letztlich fallen oder hoch bleiben.

Trump will deutlich niedrigere Zinsen

Trump forderte nach der Entscheidung der Fed erneut deutlich niedrigere Zinssätze. Er sagte, die USA hätten starke Kreditwürdigkeiten, Investitionen würden wachsen und niedrigere Zinsen würden der Wirtschaft und dem Handel helfen. Eine Zinssenkung von 3,75 % bis 4 % auf 1 % würde eine Senkung von etwa 275 bis 300 Basispunkten darstellen.

Für Bitcoin sind niedrigere Zinssätze im Allgemeinen positiv, da günstigere Kreditaufnahmen Investoren dazu ermutigen, mehr Risiko einzugehen. Niedrigere US-Zinssätze verringern zudem die Renditen aus dollar-denominierten Investitionen und setzen den Dollar unter Druck. Diese Bedingungen haben historisch Vermögenswerte wie Bitcoin und Gold unterstützt.

Warum die Fed die Zinsen anhebt

Bemerkenswert ist, dass die Fed in die entgegengesetzte Richtung geht, da die Inflation weiterhin hoch bleibt. Im Juli lag die Gesamtinflation bei 3,7 %, während die Kerninflation bei 3,3 % lag. Der nächste Inflationsbericht, der den August abdeckt, ist am 30. September fällig.

Die Fed erwartet, dass die Inflation 2026 weiterhin hoch bleibt, bevor sie in den folgenden Jahren allmählich auf 2 % steigt. Da die Inflation weiterhin ein Problem ist, haben Fed-Beamte erklärt, dass sie die Zinsen hoch halten oder erneut anheben werden, falls zukünftige Daten zeigen, dass die Inflation nicht nachlässt.

Würden 1 %-Zinsen Bitcoin steigen lassen?

Wenn die Zinsen schließlich auf 1 % fallen, ohne die Wirtschaft ernsthaft zu schädigen, profitiert Bitcoin davon. Niedrigere Zinsen machen das Krediten günstiger und fördern Investitionen in riskantere Vermögenswerte wie Bitcoin. Niedrigere Renditen auf Staatsanleihen machen alternative Vermögenswerte ebenfalls attraktiver.

Ein schwächerer Dollar bringt einen weiteren möglichen Rückenwind. Wenn Investoren erwarten, dass der Dollar an Wert verliert, kann die Nachfrage nach knappen Vermögenswerten wie Bitcoin und Gold steigen.

Niedrigere Zinsen allein garantieren keine Bitcoin-Rallye. Der Grund für die Zinssenkungen ist wichtig, ebenso wie das Vertrauen der Anleger, dass das niedrigere Zinsumfeld anhalten wird.

Der Anleihemarkt könnte die Aussicht verkomplizieren.

Große Zinssenkungen, während die Inflation hoch bleibt, könnten die Aussichten verschärfen. In einem solchen Szenario könnten Anleger höhere Renditen verlangen, um langfristige US-Staatsanleihen zu halten, wodurch die Renditen steigen, selbst wenn die Fed die kurzfristigen Zinsen senkt.

Die Rendite von 10-jährigen Staatsanleihen stieg nach der Entscheidung der Fed kurzzeitig über 5 %, während die 2-jährige Rendite etwa 4,7 % erreichte.

Wenn die langfristigen Renditen weiter steigen, könnten die Kreditkosten in der gesamten Wirtschaft hoch bleiben und so einen Teil der Auswirkungen niedrigerer Leitzinsen ausgleichen. Diese Dynamik könnte das Aufwärtspotenzial von Bitcoin und anderen Risikoanlagen selbst in einem niedrigeren Zinsumfeld einschränken.

Trumps Handelsbehauptung in Höhe von 1,5 Billionen Dollar benötigt Kontext

Unterdessen hat Trump gesagt, dass die Einstellung des Handels mit Ländern, die Handelsdefizite mit den USA haben, jedes Jahr 1,5 Billionen Dollar einbringen würde. Ein Handelsdefizit funktioniert nicht wie ein Unternehmen, das Geld verliert. Es bedeutet einfach, dass die USA mehr von einem Land kaufen, als sie an dieses Land verkaufen.

Handel hängt auch mit Ausgaben, Sparen, Investitionen und Kapitalflüssen zwischen Ländern zusammen. Das Beenden dieser Handelsbeziehungen würde nicht automatisch 1,5 Billionen Dollar an neuen Einnahmen schaffen.

Worauf Bitcoin-Händler achten sollten

: Bitcoin-Händler sollten darauf achten:

  • Bitcoins Preis
  • Gold
  • Der US-Dollar
  • 2- und 10-jährige Staatsanleihen Renditen
  • Inflationserwartungen
  • Der nächste PCE-Inflationsbericht

Der Dollar stärkte sich, nachdem die Fed die Zinsen erhöht hatte, während Bitcoin am 17. September über 76.000 US-Dollar gehandelt wurde. Der PCE-Bericht vom 30. September wird wichtig sein, da er zeigen wird, ob die Inflation ausreichend abkühlt, um zukünftige Zinssenkungen der Fed zu unterstützen.

Für Bitcoin ist die größere Frage nicht einfach 1 % Zinsen gegenüber 4 % Zinsen. Das entscheidende Problem ist, warum die Zinsen fallen. Niedrigere Zinsen in Kombination mit sinkender Inflation und niedrigeren langfristigen Anleiheriten schaffen ein ganz anderes Umfeld als niedrigere Zinsen zusammen mit steigender Inflation und einem schwächeren Anleihemarkt.

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