- Googles frühe Investitionen haben sich historisch in massive langfristige Gewinne verwandelt
- Im Jahr 2023 investierte Google Berichten zufolge 3 Milliarden US-Dollar in Anthropic und zog kürzlich weitere 40 Milliarden US-Dollar zu.
- Googles Anteil von 14 % könnte bei einer Bewertung von 800 Milliarden Dollar einen gewaltigen Wert von 112 Milliarden Dollar haben.
Analysten verweisen auf Googles bisherige Investitionserfolge, um zu erklären, warum sein wachsender Anteil an Anthropic zu einer der größten Venture-Wetten im Tech-Bereich werden könnte.
Der Marktkommentator Bull Theory sagte, Google habe wiederholt frühe Kapitalbewegungen in riesige Vermögenswerte verwandelt. Er nannte Googles Kauf von YouTube im Jahr 2006 für 1,65 Milliarden US-Dollar.
Damals bezeichneten Kritiker den Deal als überteuert, doch heute wird YouTube von einigen Analysten auf etwa 550 Milliarden Dollar geschätzt und erwirtschaftet etwa 50 Milliarden Dollar Jahresumsatz.
Er verwies auch auf Googles 258-Millionen-Dollar-Investition in Uber im Jahr 2013, die Berichten zufolge mehr als 5 Milliarden Dollar wert war, als Uber an die Börse ging.
Ein weiteres Beispiel war Googles Investition von 1 Milliarde US-Dollar in SpaceX im Jahr 2015. Da SpaceX kürzlich auf fast 350 Milliarden Dollar auf Privatmärkten bewertet wurde, schätzen Bullen den Anteil auf mehr als 21 Milliarden Dollar.
Anthropische Beteiligung könnte enorm werden
Bull Theory sagte, Google habe 2023 3 Milliarden Dollar in Anthropic investiert und später weitere 40 Milliarden Dollar zugesagt.
Anthropic wird derzeit auf den privaten Märkten mit etwa 380 Milliarden Dollar bewertet, wobei Berichten zufolge Investoren eine Finanzierung von bis zu 800 Milliarden Dollar diskutiert haben. Google soll 14 % von Anthropic besitzen.
Bei einer Bewertung von 380 Milliarden Dollar wäre dieser Anteil etwa 53 Milliarden Dollar wert. Bei einer Bewertung von 800 Milliarden Dollar würde er auf etwa 112 Milliarden Dollar steigen.
Konkurrent auf dem Papier, Einnahmen in der Praxis
Der Deal wirkt ungewöhnlich, da Anthropics Claude-Modell direkt mit Googles Gemini-Modellen konkurriert. Analysten sagen jedoch, dass Alphabet-CEO Sundar Pichai möglicherweise zwei Probleme gleichzeitig löst.
Kürzlich hat Google 10 Milliarden Dollar in bar zu einer Bewertung von 350 Milliarden Dollar zugesagt, während weitere 30 Milliarden Dollar Berichten zufolge nur dann freigegeben werden, wenn Anthropic die vereinbarten Ziele erreicht. Dies verschafft Google eine Upside-Exposition und begrenzt das frühe Kapitalrisiko.
Noch wichtiger ist, dass der Claude-Traffic über die Google-Cloud-Infrastruktur laufen kann. Wenn Kunden Claude auf Google-Systemen nutzen, kann Google Cloud-Einnahmen erzielen, selbst wenn Nutzer ein Konkurrenzmodell gegenüber Gemini wählen. Einfach ausgedrückt kann Google sowohl vom Besitz als auch von der Nutzung profitieren.
Rechenkontrolle könnte der eigentliche Gewinn sein
Die gemeldete Vereinbarung umfasst rund 5 Gigawatt TPU-Rechenleistung, die in den nächsten fünf Jahren an Googles Systeme gebunden ist. Da fortschrittliche KI-Modelle enorme Mengen an Chips und Leistung benötigen, stärkt Google durch die Verankerung von Anthropic an seinem Rechen-Stack die Nachfrage nach eigener Hardware und Cloud-Netzwerk.
Für Unternehmensanwender, die bereits Produkte auf Claude bauen, verringert der Deal auch die Bedenken hinsichtlich der langfristigen Rechenleistung. Große Unternehmenskunden wünschen sich eine stabile Infrastruktur, bevor sie ernsthafte Arbeitslasten einsetzen.
Analysten sagen, dass es hier weniger darum geht, einen Konkurrenten zu unterstützen, sondern mehr darum, zu kontrollieren, wo KI-Workloads laufen.
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