US-Märkte fallen, während die Eskalation Irans das Risiko-Off-Sentiment anheizt

US-Märkte fallen, während die Eskalation Irans das Risiko-Off-Sentiment anheizt

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US-Märkte fallen, während die Eskalation Irans das Risiko-Off-Sentiment anheizt
  • Der Iran griff die US-Fünfte Flotte an und schloss die Straße von Hormus, was ein sofortiges Risiko auslöste.
  • Der S&P 500 fiel unter 7.300 und verlor damit seit dem Hoch am 2. Juni einen Marktwert von 3,3 Billionen US-Dollar.
  • Die US-Einstellungen sanken auf 3,2 %, während die Einstellungen im Privatsektor den Pandemietiefs entsprachen, was auf Schwäche hindeutet.

Die US-Aktienmärkte verkauften sich am Mittwoch, wobei der S&P 500 unter 7.300 fiel und die Verluste am Tag auf 1,5 % ausweiteten. Die seit dem Höchststand am 2. Juni ausgelöschte Marktkapitalisierung hat 3,3 Billionen US-Dollar erreicht. Die Dow-Futures sind im erweiterten Handel um 150 bis 200 Punkte gefallen, während die Nasdaq-Futures vor Donnerstag Verluste von fast 200 Punkten zeigen.

Ein Teil des Verkaufs wird darauf zurückgeführt, dass Privatanleger Gewinne erzielen, um Kapital für den SpaceX-Börsengang freizusetzen. Auch andere Kräfte schlugen gleichzeitig zu, und jede einzelne hätte ausgereicht, um die Märkte zu bewegen.

Die Eskalation im Iran ist der Hauptauslöser

Der dominierende Auslöser ist eine Eskalation des US-Iran-Konflikts. Iranische Staatsmedien berichteten, dass das iranische Militär die US-Fünfte Flotte in Bahrain nach US-Angriffen auf Südiran angegriffen habe. Iran kündigte gleichzeitig die vollständige Stilllegung der Straße von Hormus an, der kritischen Wasserstraße, durch die täglich etwa 20 % der weltweiten Ölversorgung fließen.

Präsident Trump drohte weitere Angriffe, nachdem Iran die Verhandlungen verzögert hatte. Die Kombination aus einem direkten militärischen Angriff auf US-Marineeinheiten und einer Schließung von Hormuz markierte eine deutliche Eskalation des Konflikts und führte zu einer sofortigen Risiko-Off-Positionierung auf den Märkten.

Der Arbeitsmarkt sendet widersprüchliche Signale

Unter der geopolitischen Schlagzeile baut sich ein strukturelles wirtschaftliches Problem auf. Die US-Einstellungsrate sank im April um 0,3 Prozentpunkte auf 3,2 %, der zweitniedrigste Wert seit dem Pandemietief 2020 und entspricht dem Rezessionsniveau 2008. Die Einstellungsquote im Privatsektor sank auf 3,5 % und entspricht damit dem Tiefstand der Pandemie im Jahr 2020. Beide Zahlen liegen deutlich unter dem Rezessionsniveau von 2001.

Die Einstellungsquote liegt nun seit 26 aufeinanderfolgenden Monaten bei oder unter 3,5 %.

Der Widerspruch besteht darin, dass die Daten von JOLT und der Arbeitsmarktbericht für Mai beide die Erwartungen deutlich übertroffen haben. Die oberflächlichen Zahlen sehen stark aus, während die zugrunde liegende Einstellungsdynamik historisch gedrückt ist – eine Kombination, die den nächsten Schritt der Federal Reserve wirklich schwer vorherzusagen macht.

Was es bedeutet

Die Schließung der Straße von Hormus ist die Variable, die die Märkte nicht mit Sicherheit bepreisen können. Eine längere Schließung würde die Ölpreise drastisch steigen, direkt in die Inflation einfließen und jeglichen verbleibenden Grund für Zinssenkungen der Federal Reserve in diesem Jahr beseitigen. Bis sich die militärische Lage klärt, setzen die Märkte maximale Unsicherheit ein.

Verwandt: Iran kündigt die vollständige Schließung der Straße von Hormus angesichts der US-Angriffe an.

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