Argentinisches Gericht ordnet die Einfriierung von 25 Krypto-Konten in LIBRA-Untersuchung an und fordert KYC- und IP-Daten von globalen Börsen an - Coin Edition

Argentinisches Gericht ordnet die Einfriierung von 25 Krypto-Konten in LIBRA-Untersuchung an und fordert KYC- und IP-Daten von globalen Börsen an

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Argentinisches Gericht ordnet die Einfriierung von 25 Krypto-Konten in LIBRA-Untersuchung an und fordert KYC- und IP-Daten von globalen Börsen an
  • Argentinien ordnete die Einfriierung von 25 Krypto-Konten an, die mit der LIBRA-Token-Untersuchung verbunden sind.
  • Sechs globale Börsen müssen KYC, IP-Protokolle, Bankdaten und Transaktionsaufzeichnungen bereitstellen.
  • Die Ermittler verfolgten Gelder über Blockchains hinweg mithilfe von OSINT und Blockchain-forensischer Analyse.

Ein argentinisches Bundesgericht hat das Einfrieren von 25 Krypto-Konten im Rahmen der laufenden LIBRA-Token-Untersuchung angeordnet. Außerdem wurden sechs globale Börsen angewiesen, umfangreiche Kundeninformationen bereitzustellen, darunter Know Your Customer (KYC)-Daten, IP-Protokolle, verknüpfte Bankkonten und vollständige Transaktionshistorien.

Das Urteil wurde vom Bundesrichter Marcelo Martínez de Giorgi auf Wunsch des Staatsanwalts Eduardo Taiano erlassen. Es handelt sich um eine der aggressivsten gerichtlichen Maßnahmen Argentiniens gegen Krypto-Finanzdelikte. Obwohl die Anordnung erlassen wurde, ist die Durchsetzung noch ausstehend.

Sechs Börsen beauftragt, Wallet-Besitzer zu identifizieren

Die gerichtliche Anordnung richtet sich gegen Konten, die auf Binance, Bybit, OKX, CoinEx, FixedFloat und Bitfinex gehostet werden. Konkret gilt das Sperren für 10 Binance-Adressen, acht bei Bybit, je zwei bei OKX, CoinEx und Bitfinex sowie eine bei FixedFloat.

Die Börsen müssen vollständige Kundenakten bereitstellen, einschließlich Kontoeröffnungsdokumentation, KYC-Datensätzen, interner Plattformkommunikation, IP-Verbindungsprotokollen, verknüpften Bankkontoinformationen, Plattforminteraktionen und vollständigen Transaktionsverläufen für die angegebenen Wallets.

Die Anfragen werden über die technische Abteilung für Cyberkriminalität der argentinischen Bundespolizei (PFA) ausgeführt.

Richter Martínez de Giorgi sagte, die Vorsichtsmaßnahmen seien notwendig, da eine eigene Regulierungsbehörde für Kryptowährungen fehle und um „irreparablen Schaden“ zu verhindern.

Das Urteil zielt außerdem darauf ab, Vermögenswerte zu erhalten, die Erlöse von Straftaten darstellen könnten, und gleichzeitig weitere Übertragungen vor Abschluss der Ermittlungen zu verhindern.

Ermittler verfolgen Geldflüsse aus Team LIBRA-Geldbörsen

Die Staatsanwaltschaft stützte sich auf einen forensischen Bericht der Cybercrime Technical Department der PFA, der die Mittelbewegung mittels rückwärts Blockchain-Tracing und Open-Source-Intelligence (OSINT) rekonstruierte.

Laut Ermittlern stammten Vermögenswerte aus Wallets, die als „Team Libra Wallets“ bezeichnet wurden und kurz nach dem Start des Tokens im Februar 2025 Millionen von LIBRA-Token in das Meteora Libra Liquiditätsprotokoll übertrugen. Die Mittel wurden später in intermediären Geldbörsen zusammengefasst, bevor sie schließlich über Blockchain-Netzwerke verteilt wurden.

Der Bericht behauptet, dass am 10. Mai 2026 etwa 498.539 USDT innerhalb von 16 Sekunden über ein Interoperabilitätsprotokoll und nicht über eine zentrale Börse von Solana zu Tron überbrückt wurden.

Ermittler behaupten außerdem, dass die Gelder später durch eine „digitale Schlumpf“-Strategie verteilt wurden. Dadurch werden Vermögenswerte in zahlreiche kleinere Transaktionen über mehrere Wallets verteilt, um das Blockchain-Tracking zu erschweren.

Die Untersuchung geht aus der Promotion des LIBRA-Tokens hervor

Bemerkenswert ist, dass der Fall entstand, nachdem der argentinische Präsident Javier Milei am 14. Februar 2025 den LIBRA-Token auf X beworben hatte. Der Token stieg von etwa 0,01 US-Dollar auf fast 5 US-Dollar, bevor er nach starken Exporten, die angeblich mit Insidern in Verbindung gebracht wurden, zusammenbrach.

Die Behörden schätzen, dass mehr als 40.000 Investoren Verluste in Höhe von insgesamt etwa 100 Millionen Dollar erlitten haben. Die Untersuchung hat auch die mutmaßlichen Rollen von KIP Network, Kelsier Ventures, dem amerikanischen Unternehmer Hayden Davis und den argentinischen Persönlichkeiten Mauricio Novelli und Manuel Terrones Godoy im Zusammenhang mit dem Start des Tokens untersucht.

Potenzieller Wendepunkt für die Krypto-Durchsetzung

Die Zwangsbörsen, KYC-Dokumente, IP-Adressen, Bankdaten und Transaktionsgeschichten offenzulegen, deuten auf eine umfassendere Ermittlungsstrategie hin, um Blockchain-Aktivitäten mit realen Identitäten zu verknüpfen.

Während ähnliche Forderungen in anderen Rechtsordnungen gestellt wurden, könnte Argentiniens umfassende Nachfrage an mehreren internationalen Börsen in einem politisch hochkarätigen Krypto-Fall Staatsanwälte anderswo dazu ermutigen, in künftigen Betrugsermittlungen eine vergleichbare grenzüberschreitende Zusammenarbeit anzustreben.

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