- Bybit-CEO Ben Zhou sagt, DeFi genieße eine Hochzeitsreise, da den Regulierungsbehörden keine Definition fehlt.
- EU-MiCA hat keine klare DeFi-Definition, was derzeit großen Spielraum für regulatorische Arbitrage lässt.
- Zhou verglich DeFis aktuelle Freiheit mit der Funktionsweise von Krypto-Börsen im Jahr 2018.
Bei der Paris Blockchain Week 2026 sprach Bybit-Mitbegründer und CEO Ben Zhou nicht vor den Mund, wo dezentrale Finanzen gegenüber globalen Regulierungsbehörden stehen. DeFi, so sagte er, genieße ein Zeitfenster, das nicht ewig offen bleiben wird, und die Branche solle Schweigen der Regulierungsbehörden nicht mit einer dauerhaften Akzeptanz verwechseln.
„DeFi befindet sich derzeit in einer regulatorischen Flitterwochenphase“, sagte Zhou. „Aber die Regulierungsbehörden werden es herausfinden, und wenn sie das tun, werden dezentralisierte Börsen das erste Ziel sein.“
Warum die Regulierungsbehörden noch nicht gehandelt haben
Der Grund, warum DeFi der formellen Aufsicht bisher weitgehend entgangen ist, ist nicht der gute Willen. Zhou wies darauf hin, dass die grenzüberschreitende und dezentralisierte Natur von DeFi im direkten Widerspruch zu der Funktionsweise der zentralisierten Regulierung steht. Regulierungsbehörden sind darauf ausgelegt, Einheiten mit Büros, Führungskräften und identifizierbaren Kunden zu überwachen. DeFi hat von Natur aus keine dieser Dinge.
Der MiCA-Rahmen der EU, die bisher umfassendste Krypto-Regulierung, hat keine funktionierende Definition dessen hervorgebracht, was ein DeFi-Protokoll eigentlich ist. Die meisten anderen Rechtsordnungen befinden sich in derselben Lage. Diese Definitionslücke schafft Raum für regulatorisches Arbitrage, und die Branche nutzt sie.
„Wir haben mit EU-Regulierungsbehörden gesprochen, und für sie steht DeFi einfach noch nicht auf der Tagesordnung“, sagte Zhou. „Es gibt nicht einmal eine klare Definition dessen, was als DeFi-Protokoll gilt.“
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Der Vergleich, der DeFi aufmerksam machen sollte
Zhou zog eine deutliche Parallele zu den zentralisierten Börsen im Jahr 2018, die frei operierten, bevor KYC-Anforderungen eingeführt wurden und die Landschaft dauerhaft veränderten. CEXs unterliegen heute Bank-Compliance-Überprüfungen, Transaktionsüberwachung und vollständiger Identitätsprüfung bei jeder Einzahlung.
DEXs hingegen erfordern nichts. Keine Identitätsprüfungen, kein KYC, keinerlei Compliance-Infrastruktur.
„Bei Bybit halten wir Bankschecks. Wir überprüfen jede einzelne Einzahlung, jede KYC-Anforderung“, sagte Zhou. „DEXs lassen jeden rein und tun, was er will. Das wird sich ändern.“
Der Auslöser wird Missbrauch sein
Zhou ist der Ansicht, dass der regulatorische Moment für DeFi nicht durch proaktives Politikdesign eintreten wird, sondern durch einen spezifischen Auslöser: den Punkt, an dem DEXs sichtbar mit Geldwäsche, Sanktionsumgehung oder groß angelegten illegalen Flows in Verbindung gebracht werden, die Regulierungsbehörden nicht länger ignorieren können.
Zhou schlug vor, dass die Flitterwochen kein dauerhafter Zustand sind. Es ist eine Kluft zwischen der Geschwindigkeit der Innovation und der Geschwindigkeit der Regierung, und diese Lücke schließt sich.
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