Tech-Giganten reagieren auf Kanadas vorgeschlagenes Gesetz C-22 und drohen den Austritt

Kanadas Gesetz zum „legalen Zugang“ könnte Tech-Giganten aus der Region vertreiben

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Tech-Giganten reagieren auf Kanadas vorgeschlagenes Gesetz C-22 und drohen den Austritt
  • Apple, Meta und Signal haben sich gegen Kanadas vorgeschlagenes Gesetz zum „legalen Zugang“ gewehrt.
  • Die Tech-Giganten haben damit gedroht, die Region zu verlassen, falls Kanada das Gesetz C-22 verabschiedet.
  • Gesetzentwurf C-22 schlägt eine verstärkte Überwachung durch elektronische Dienstanbieter in Kanada vor.

Tech-Giganten in Kanada setzen sich gegen den vorgeschlagenen „Lawful Access“-Gesetzentwurf C-22 ein, der darauf abzielt, Ermittlungsinstrumente für Polizei und Nachrichtendienste (CSIS) zu modernisieren. Der im März 2026 eingereichte Gesetzentwurf zielt darauf ab, Technologie-, Telekommunikations- und Internetdienstanbieter dazu zu zwingen, den Zugang der Strafverfolgungsbehörden zu den Nutzerdaten zu vereinfachen.

Tech-Giganten wehren sich gegen Gesetzentwurf C-22

Das umstrittene Gesetz hat Reaktionen mehrerer Technologieunternehmen ausgelöst, darunter Signal, Apple und Meta, die alle behaupten, es würde Kanadier weniger sicher machen. Sie glauben, dass das Gesetz der Regierung unbegrenzten Zugang zu den privaten Aktivitäten kanadischer Einwohner gewähren wird.

Die Datenschutz-Messaging-App Signal hat damit gedroht, das Land zu verlassen, falls das Gesetz verabschiedet wird, was das Unternehmen zwingen würde, die neue Gesetzgebung einzuhalten. Udbhav Tiwari, Vizepräsident für Strategie und globale Angelegenheiten des Unternehmens, wies darauf hin, dass eine solche Gesetzgebung die End-to-End-Verschlüsselung bedrohen könnte, die das Rückgrat der meisten datenschutzorientierten Kommunikations- und Transaktionsplattformen bildet, und sie potenziellen Cyberangriffen aussetzen könnten.

Was ist Gesetzentwurf C-22?

Zur Einordnung: Kanadas Gesetz C-22 würde von elektronischen Dienstanbietern verlangen, Überwachungsfähigkeiten aufzubauen und bestimmte Nutzermetadaten bis zu einem Jahr lang zu speichern, als Teil einer umfassenderen Initiative, die Strafverfolgungsbehörden bei der Untersuchung von Straftaten wie Terrorismus und Kindesausbeutung unterstützt.

Die Auswirkungen des Gesetzes auf die Privatsphäre der Nutzer sind jedoch für viele ein Anliegen und spiegeln das Ziel des umstrittenen EU-Chat-Control-Vorschlags wider, den von verschlüsselungsfähigen Plattformen als Bedrohung angesehen wurde, da sie auf kundenseitige Scans privater Nachrichten voranstreben.

Apples und Metas feste Position zu Gesetzentwurf C-22

Apple und Meta lehnten das Gesetz Anfang dieses Monats öffentlich ab, wobei Apple offen erklärte, dass es niemals eine „Hintertür“ in seine Produkte einbauen werde. Die Führungskräfte von Meta nahmen eine ähnliche Haltung ein, als sie vor dem Ständigen Ausschuss für öffentliche Sicherheit aussagten. Sie warnten, dass die weitreichenden Befugnisse des Gesetzes, die minimale Aufsicht und das Fehlen klarer Schutzmaßnahmen letztlich die Kanadier weniger sicher machen könnten.

Über Überwachungsfähigkeiten, Datenspeicherung und Verschlüsselungs-Hintertüren hinaus verlangt das Gesetz von Dienstleistern auch, standardisierte, optimierte Methoden zur Informationsübermittlung zu entwickeln. Diese Anforderungen haben zu Widerstand geführt, insbesondere hinsichtlich der potenziellen enormen Compliance-Kosten für den Privatsektor und Risiken für die Privatsphäre der Nutzer. Die meisten Experten betrachten das Gesetz C-22 als ein „beispielloses Maß an Überwachung“.

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