- Gold fiel zum ersten Mal seit November 2025 unter 4.000 US-Dollar.
- Ein stärkerer Dollar und steigende Staatsanleihen führen zu einer verringerten Nachfrage nach Barren.
- Peter Schiff sagte, Gold- und Aktienkurse scheinen widersprüchliche politische Erwartungen widerzuspiegeln.
Gold fiel am Mittwoch unter 4.000 US-Dollar pro Unze, da Händler die Wetten erhöhten, dass die Federal Reserve die Zinsen auch in diesem Jahr erneut anheben könnte. Dennoch vermied der Aktienmarkt die Art eines breiten Zusammenbruchs, wie er normalerweise mit Erwartungen einer gewaltigen geldpolitischen Straffung einhergeht.
Bemerkenswert ist, dass dieser Gegensatz den Ökonom Peter Schiff dazu veranlasste, zu hinterfragen, ob sowohl Edelmetalle als auch Aktien die Federal Reserve korrekt bepreisen können. Goldhändler scheinen auf höhere Zinsen vorbereitet zu sein, während Aktieninvestoren den wirtschaftlichen Schaden, den ein aggressiver Straffungszyklus verursachen könnte, nicht vollständig widerspiegelt haben.
Gold bricht unter kritische Unterstützung
Das Spot-Gold fiel um mehr als 3 % auf etwa 3.968 US-Dollar und überschritt damit erstmals seit November 2025 unter 4.000 US-Dollar. Auch die US-Futures fielen stark und wurden bei etwa 3.984 US-Dollar gehandelt, während der Ausverkauf an Fahrt gewann.
Die Bewegung verlängerte den Rückgang des Goldes von seinem Januar-Rekord über 5.590 US-Dollar. Barren haben seit diesem Höchststand nun mehr als 1.600 US-Dollar verloren, wobei der Verkauf sich beschleunigt, als die Renditen von Dollar und Staatsanleihen gestiegen sind.

Quelle: YahooFinance
Gold zahlt keine Zinsen, was es weniger attraktiv macht, wenn die Renditen auf Staatsanleihen steigen. Ein stärkerer Dollar erhöht den Druck, indem er die Metallkosten für Käufer anderer Währungen erhöht.
Die technische Aufmerksamkeit konzentrierte sich auf den Bereich von 4.000 bis 4.100 Dollar. Sobald diese Spanne scheiterte, drückte der momentumgetriebene Verkauf die Preise nach unten und stellte die nächsten Unterstützungsniveaus unter Beobachtung.
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Fed-Erwartungen schaffen eine Marktkluft
Die Federal Reserve ließ ihren Leitzins während der ersten Sitzung von Kevin Warsh als Vorsitzender bei 3,5 % auf 3,75 % liegen. Die politischen Entscheidungsträger signalisierten jedoch, dass die Kreditkosten später im Jahr 2026 steigen könnten, da die Inflation über dem Ziel bleibt.
Warshs Betonung auf Preisstabilität, kombiniert mit reduzierter Forward-Guidance, verstärkte die Erwartungen, dass die Zentralbank die Zinsen hoch halten oder eine weitere Erhöhung vornehmen könnte.
Schiff argumentierte, dass dieser Ausblick eine Inkonsistenz zwischen den Märkten schafft. Wenn Edelmetallhändler mit der aggressiven Straffung richtig liegen, sollten höhere Finanzierungskosten und schwächere wirtschaftliche Aktivität den Druck auf Aktien erhöhen.
Andererseits würde Gold, wenn Aktieninvestoren Recht haben und die Fed erhebliche Erhöhungen vermeiden wird, normalerweise Unterstützung durch anhaltende Inflation und geringere reale Bargeldrenditen erhalten.
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Der Inflationsbericht wird zur nächsten Prüfung
Investoren warten nun auf den Preisindex für persönliche Konsumausgaben, das bevorzugte Inflationsmaß der Fed. Der Bericht ist für Donnerstag geplant und könnte klären, ob der Preisdruck nachlässt oder stabil bleibt.
Die PCE-Inflationsrate im April lag im Jahresvergleich bei 3,8 %, was bereits deutlich über dem Ziel der Zentralbank von 2 % liegt. Erhöhte Ölpreise zu Beginn des Iran-Konflikts verstärkten ebenfalls Bedenken hinsichtlich Transport- und Produktionskosten.
Unterdessen hat der diplomatische Fortschritt zwischen Washington und Teheran einen Teil der geopolitischen Unterstützung für Gold verringert. Weichere Energierisiken könnten die Gesamtinflation mildern, obwohl Lohnwachstum und Dienstleistungspreise für die Fed-Politik weiterhin wichtig bleiben.
Golds Ausbruch unter 4.000 Dollar rückt den von Schiff hervorgehobenen Streit nun noch deutlicher. Entweder müssen Aktien ein strafferes Politikumfeld berücksichtigen, oder Bullion muss angepasst werden, wenn die Fed weniger aggressiv ist als die aktuellen Zinserwartungen.
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