- SEC-Verzögerungen signalisieren eine tiefere Prüfung von Risiko, Struktur und Einzelhandelsrisiken.
- Prognose-ETFs verbinden Spekulation mit Zugang, was Bedenken wegen Missbrauch aufwirft.
- Die starke Nachfrage bleibt trotz regulatorischer Reibungen und Unsicherheit bei der Zulassung bestehen.
Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) hat die Einführung der ersten auf dem Prognosemarkt börsengehandelten Fonds verschoben und damit die Überprüfungsfristen auf mehr als zwei Dutzend Einreichungen verlängert. Die Fondsemittenten hatten diese Woche nach Einhaltung der üblichen 75-tägigen Wartezeit Genehmigungen erwartet .
Die Regulierungsbehörden forderten jedoch weitere Details zu Struktur, Offenlegungen und Risikorahmen. Folglich bleiben die Produkte im Schwebezustand, da Unternehmen versuchen, ereignisgetriebene Wettmärkte in zugängliche Investmenttools für Privatanleger zu integrieren.
Steigende Nachfrage trifft auf regulatorische Kontrolle
Roundhill Investments, GraniteShares und Bitwise reichten im Februar Vorschläge ein, um vom wachsenden Interesse an Prognosemärkten zu profitieren. Diese Fonds zielen darauf ab, Ergebnisse im Zusammenhang mit Wahlen, Rezessionen und branchenspezifischen Ereignissen zu verfolgen. Zusätzlich enthalten einige Anmeldungen Verträge, die mit Rohöl verbunden sind, die in diesem Jahr über 120 US-Dollar pro Barrel liegen.
Prognosemärkte gewannen an Fahrt, nachdem Plattformen wie Kalshi und Polymarket das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl 2024 mit Donald Trump korrekt wiedergegeben hatten. Darüber hinaus haben Broker wie Interactive Brokers und Robinhood in diesen Bereich expandiert, was auf breiteres institutionelles Interesse hindeutet.
Die Gesetzgeber haben jedoch Bedenken hinsichtlich eines möglichen Missbrauchs geäußert. Einige Beamte warnen, dass ereignisbasierte Verträge Anreize schaffen könnten, die mit geopolitischer oder wirtschaftlicher Instabilität verbunden sind.
Darüber hinaus haben Bundesstaatsanwälte untersucht, ob Insiderinformationen bestimmte Geschäfte beeinflussen. Diese Bedenken haben die Regulierungsbehörden dazu veranlasst, die vorgeschlagenen ETFs genauer zu prüfen.
Wie die vorgeschlagenen ETFs funktionieren
Die vorgeschlagenen Fonds basieren auf Derivaten, die binäre Ergebnisse in regulierten Eventverträgen verfolgen. Diese Verträge zahlen in der Regel 1 Dollar, wenn ein Ereignis eintritt, und sonst nichts. Daher handeln Anleger effektiv mit Wahrscheinlichkeiten statt traditioneller Vermögenswerte.
Zusätzlich ermöglichen die ETFs den Nutzern, Positionen in Future-Kontrakte umzuwandeln. Diese Struktur spiegelt die Strategien wider, die in den Options- und Futuresmärkten verwendet werden. Daher erhalten Privatanleger einfacheren Zugang zu komplexen, ereignisgetriebenen Strategien, ohne direkt auf spezialisierten Plattformen handeln zu müssen.
Einige Marktteilnehmer sehen diese Produkte als Werkzeuge zur Absicherung. Beispielsweise können Händler die Exponierung von Anleihen oder Rohstoffen durch ereignisbasierte Positionen ausgleichen. Die Einfachheit des ETF-Handels kann jedoch auch spekulative Ströme anziehen.
Risiken und Marktpotenzial
Regulatorische Unterlagen heben mehrere Risiken im Zusammenhang mit diesen Produkten hervor. Investoren könnten starke Verluste erleiden, wenn die Prognosen scheitern. Darüber hinaus können Streitigkeiten über die Ergebnisse der Ereignisse finanzielle Verluste nicht rückgängig machen. Diese Struktur lässt den Teilnehmern nur begrenzte Möglichkeiten.
Dennoch sehen die Stimmen der Branche eine starke Nachfrage. Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise, hat angedeutet, dass innovative ETFs oft Verzögerungen vor der Genehmigung haben. Er verwies auf den früheren Weg von krypto-gebundenen Fonds als Referenz. Ähnlich hat Dave Nadig, Forschungsdirektor bei ETF Trends, festgestellt, dass Emittenten ständig nach neuen Marktthemen suchen.
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