- Thailand ermittelt gegen ein Krypto-Mining-Netzwerk, das beschuldigt wird, Strom im Wert von 28 Millionen Dollar gestohlen und damit verbundene Straftaten gestohlen zu haben.
- Die Behörden weiten eine grenzüberschreitende Untersuchung zu Krypto-Betrügereien, Geldwäsche und illegalem Glücksspiel aus.
- Wang Yicheng sieht sich Vorwürfen im Zusammenhang mit Krypto-Betrugsnetzwerken gegenüber, während globale Ermittler digitale Vermögenswerte untersuchen.
Die thailändischen Behörden haben nach Ausstellung eines Haftbefehls gegen den chinesischen Geschäftsmann Wang Yicheng eine umfassende Untersuchung der mutmaßlichen illegalen Krypto-Mining-Aktivitäten eingeleitet. Ermittler behaupten, dass Wang bei der Leitung eines Bergbaubetriebs mitgewirkt hat, der Strom im Wert von etwa 28 Millionen Dollar ohne Genehmigung verbrauchte.
Der Fall ist Teil einer umfassenderen Untersuchung zu mutmaßlichen Geldwäsche, Online-Betrügereien und illegalen Glücksspielaktivitäten im Zusammenhang mit ausländischen kriminellen Netzwerken.
Das Department of Special Investigation (DSI) teilte mit, dass Wang Anklagen gegenübersteht, darunter Diebstahl und Verstöße gegen das thailändische Computer Crimes Act. Laut Reuters sagte Polizeimajor Woranan Srilam, dass die Behörden die Anklage im November erhoben hätten. Die Ermittler glauben, dass Wang Thailand bereits verlassen hat. Folglich haben Beamte begonnen, mit internationalen Partnern zusammenzuarbeiten, um ihn zu finden.
Behörden weiten grenzüberschreitende Ermittlungen aus
Der Fall geht über Wang hinaus. Letzte Woche erließ das thailändische Sonderermittlungsministerium im Rahmen derselben Untersuchung Haftbefehle gegen vier chinesische Staatsangehörige und vier Myanmar-Staatsangehörige. Ermittler betrachten Wang als Schlüsselfigur in einem Netzwerk, das angeblich mit illegalem Kryptowährungs-Mining, Geldwäsche und anderen Finanzstraftaten in Verbindung steht.
Die Behörden glauben, dass die Gruppe Bergbauaktivitäten genutzt hat, um Geld zu bewegen, das mit Online-Betrügereien und illegalem Glücksspiel in Verbindung steht. Das DSI schätzt, dass das Netzwerk jährlich mehr als 10 Milliarden Baht, also etwa 300 Millionen Dollar, an verdächtigen Finanztransaktionen verarbeitet.
Die Untersuchung hat auch die Aufmerksamkeit der US-Behörden auf sich gezogen. Thailändische Ermittler sagten, Wang sei mit einem umfassenderen internationalen Betrugsfall in Verbindung gebracht worden und sei zuvor als Verdächtiger in einer Ermittlung zum Betrug digitaler Vermögenswerte identifiziert worden.
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Im Juni 2023 beschlagnahmten US-Strafverfolgungsbehörden Kryptowährungen im Wert von etwa 500.000 Dollar von einem auf Wangs Namen registrierten Konto. Ermittler sagten, die Gelder würden auf ein Betrugsopfer in Massachusetts zurückverfolgt werden, was den internationalen Umfang des Falls weiter erweiterte.
Links zu Krypto-Betrügereien unter Beobachtung
Ermittler haben außerdem mögliche Verbindungen zu sogenannten Pig-Butchering-Betrügereien untersucht, einer Art Betrug, bei der Opfer dazu verleitet werden, gefälschte Kryptowährungsinvestitionen zu tätigen, bevor sie ihr Geld stehlen.
Eine 2023 veröffentlichte Reuters-Untersuchung ergab, dass eine auf Wangs Namen registrierte Kryptowährungs-Wallet zwischen 2021 und 2022 mindestens 9,1 Millionen US-Dollar erhielt. Das Blockchain-Analyseunternehmen TRM Labs und andere Forscher verknüpften diese Gelder mit Konten, die mit Schweineschlachtungsoperationen verbunden sind.
Die Ermittler konnten jedoch nicht feststellen, ob Wang die Geldbörse kontrollierte oder ob jemand anderes seine Identität ohne sein Wissen benutzt hatte.
Der Fall kommt zu einer Zeit, in der Thailand die Bemühungen verstärkt, kriminelle Netzwerke in Südostasien zu zerschlagen. Laut den Vereinten Nationen generieren viele Betrugsmittel in der Region jedes Jahr Milliarden von Dollar durch Online-Betrugsschemata.
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