CIO Ritholtz sagt, der echte FOMC-Regimewechsel sei fiskalisch, nicht Fed-Führung

CIO Ritholtz sagt, der echte FOMC-Regimewechsel sei fiskalisch, nicht Fed-Führung

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CIO Ritholtz sagt, der echte FOMC-Regimewechsel sei fiskalisch, nicht Fed-Führung
  • Ritholtz sagt, dass die Fiskalpolitik jetzt wichtiger ist als die Fed-Führung in der FOMC-Debatte.
  • Die Fed-Instrumente nach 2008 hoben die Kapitalmärkte an, konnten die PCE-Inflation jedoch nicht über 2 % bringen.
  • Der Pandemie-Fiskalstimulus trug dazu bei, die Inflation auf 9 % zu treiben und die Geldbegrenzungen der Fed neu zu gestalten.

Barry L. Ritholtz, Mitbegründer, Vorsitzender und CIO von Ritholz Wealth Management LLC, hat die aktuelle Debatte der Federal Reserve um eine größere politische Verschiebung herum gestaltet. Er argumentiert, dass Führungswechsel beim FOMC weniger von Bedeutung sind als der Wechsel der Wirtschaft von monetärer Dominanz zur fiskalischen Dominanz.

In seinem Kommentar vom 1. Mai sagte Ritholtz, dass der Ersatz von Jerome Powell durch Kevin Warsh nur begrenzte Auswirkungen auf die Inflation oder die allgemeineren wirtschaftlichen Bedingungen hätte. Sein zentraler Punkt war, dass die Staatsausgaben heute mehr wirtschaftliche Kraft haben als die Zinspolitik.

Die Fiskalpolitik übernimmt die Führung

Laut dem Bericht stellte Ritholtz die Zeit nach der Finanzkrise 2008 mit der Wirtschaft nach der Pandemie gegenüber. Nach der globalen Finanzkrise stützte sich die Wirtschaft stark auf monetäre Instrumente, darunter null Zinssätze von 2008 bis 2015 und 3,6 Billionen Dollar quantitative Lockerungen.

Diese Zeit führte zu schwacher Inflation, langsamem Lohnwachstum und moderater Schaffung von Arbeitsplätzen. Zudem blieben die persönlichen Konsumausgaben trotz aggressiver Maßnahmen der Zentralbank unter dem 2%-Ziel der Fed.

Laut Ritholtz haben die Instrumente der Fed hauptsächlich die Kapitalmärkte angehoben. Aktien, Anleihen und Immobilien profitierten, während kreditwürdige Kreditnehmer Schulden zu niedrigen Zinsen refinanzierten. Auch die Gewinne der Arbeitskräfte blieben begrenzt.

Dennoch führte die Pandemiezeit zum gegenteiligen Ergebnis. Der Kongress wechselte von fiskalischer Zurückhaltung zur größten Friedenszeit-Fiskalexpansion in der Geschichte der USA. Dieser Wandel brachte direkte Unterstützung in die Wirtschaft.

Ritholtz argumentierte, dass dieser fiskalische Aufschwung zusammen mit Powells politischem Rahmen zur Inflationsüberschwellung dazu beigetragen habe, die Inflation auf 9 % zu drücken. Das Ergebnis war ein härteres Umfeld für die Fed.

Die Inflationsgeschichte ändert sich nach 2020

Der Kommentar zitierte außerdem Jim Reid von der Deutschen Bank, der argumentierte, dass die Annahmen um niedrige Inflation bereits vor der Pandemie geschwächt seien. Reid verwies auf den Höhepunkt der Globalisierung und weniger unterstützende Demografie Mitte bis Ende der 2010er Jahre.

Jim Reid von der Deutschen Bank sagte:

„Wir hatten bereits Mitte bis Ende der 2010er Jahre den Globalisierungshöhepunkt und den Punkt der bevölkerungsfreundlichsten Zahlen überschritten, was zukünftigen Inflationsdruck vorwegnahm.“

Diese Kräfte wurden dann durch pandemiebedingte Konjunkturmaßnahmen und Störungen in der Lieferkette beschleunigt. Ein kriegsbedingter Energieanstieg im Jahr 2022 erhöhte einen weiteren Druck. Reid stellte außerdem fest, dass 2026 einen weiteren Energieschock im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt brachte, der den Inflationsdruck verlängerte.

Diese Abfolge bestärkte Ritholtz‘ Argument, dass Inflation nicht mehr hauptsächlich eine Geschichte der Zentralbank ist. Die wichtigste Erkenntnis des Berichts ist, dass sich der Einfluss der Fed verändert hat. In den 2010er Jahren trug die Geldpolitik die Wirtschaft. In den 2020er Jahren wurde die Fiskalpolitik zu einer stärkeren Kraft.

Dieser Wandel, so argumentierte Ritholtz, sei der eigentliche Regimewechsel beim FOMC.

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