- Die Wahrscheinlichkeiten für eine Zinserhöhung der Fed im September stiegen nach Warshs Rede in Jackson Hole von 34 % auf bis zu 61 %.
- Warsh sagte, die finanziellen Bedingungen bleiben weiterhin nicht restriktiv, da die Inflation bei 3,7 % bleibe.
- Gold, Aktien und Kryptowährungen fielen, als Händler Positionen aufbauten, die um eine Fed-Haltung herum aufgebaut waren.
Die Rede von Kevin Warsh, Vorsitzender der Federal Reserve, in Jackson Hole formte die Erwartungen des Septemberzinses schnell neu und zwang Trader dazu, das Risiko einer möglichen Erhöhung nach dem Eintritt in die Veranstaltung neu zu bewerten, die weitgehend auf stetige Kreditkosten ausgerichtet war. Etwa 2,3 Billionen US-Dollar wurden auf Gold-, Silber-, US-Aktien- und Kryptomärkte verteilt.
Bevor Warsh sprach, lag die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung im September bei etwa 34 %, während etwa 70 % der Marktpreise unveränderte Zinssätze bevorzugten. Eine Umfrage der Bank of America zeigte außerdem, dass 69 % der Fondsmanager erwarteten, dass Warsh eine neutrale Botschaft senden würde. Diese Erwartungen änderten sich nach seinen Äußerungen.
Die Wahrscheinlichkeiten für eine Zinserhöhung der Fed im September steigen nach Warsh-Rede
Warsh beschrieb das Inflationsziel der Federal Reserve von 2 % als „fest und fest“ und sagte, die jüngsten Verbesserungen der Inflation hätten zu einer signifikanten Änderung des zugrunde liegenden Trends geführt.
Die jährliche Inflation, gemessen am bevorzugten Index für persönliche Konsumausgaben der Fed, lag im Juli bei 3,7 %. Warsh stellte außerdem fest, dass etwa die Hälfte der Posten im PCE-Korb mit jährlichen Raten über 3 % stieg.
Er sagte, die politischen Entscheidungsträger müssten genügend Sicherheit gewinnen, dass die zugrunde liegende Inflation sich in angemessenem Tempo auf 2 % zubewegt. Andernfalls, so sagte er, hätte die Fed noch „Arbeit zu tun“. Die Zinsmärkte reagierten schnell. Nach der Rede zitierte Schätzungen zeigten, dass die Wahrscheinlichkeiten für die Septembererhöhung von etwa 34 % bis 40 % auf zwischen 55 % und 61 % steigen.
Finanzielle Bedingungen tragen zur Verschiebung der Positionierung bei
Warsh sagte außerdem, die finanziellen Bedingungen seien nicht restriktiv, eine weitere Aussage, die die Erwartungen an eine bevorstehende Pause oder eine leichtere Politik infrage stellte. Er verwies auf einen Anstieg der Unternehmensinvestitionen um 9 %, die Unternehmensgewinne mit mehr als 20 % und die Arbeitslosigkeit bei 4,1 %.
Diese Zahlen waren Teil seiner Einschätzung einer Wirtschaft, die weiterhin Stärke zeigt, während die Inflation weiterhin über dem Ziel liegt. Warsh verpflichtete sich nicht zu einer Bewegung im September und beschrieb den Ansatz als „eine Disziplin, keine Entscheidung“. Er schloss jedoch auch eine Zinserhöhung nicht aus.
Gold, Aktien und Krypto reagieren auf die Neubewertung der Fed
Die Anpassung verbreitete sich schnell auf die Märkte. Gold fiel um mehr als 3 %, während Silber über 4 % auf 67 US-Dollar pro Unze fiel. Auch US-Aktien fielen, während die Kryptomärkte sich dem breiteren Ausverkauf anschlossen.
Für Händler verlagert sich der nächste Test nun auf die Daten zur eingehenden Inflation, Beschäftigung und zur finanziellen Lage. Diese Veröffentlichungen helfen zu bestimmen, ob die Erwartungen der Fed-Zinserhöhungen im September stark bleiben oder wieder in Richtung Halten zurückgehen. Das unmittelbare Handelsproblem konzentriert sich daher auf die Positionierung.
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