Dollar bleibt stabil, während die Friedensgespräche im Nahen Osten abklingen

Dollar bleibt stabil, während die Friedensgespräche im Nahen Osten abklingen

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Dollar bleibt stabil, während die Friedensgespräche im Nahen Osten abklingen
  • Der US-Dollar blieb stabil, während die Nahost-Friedensgespräche ins Stocken gerieten und die Ölpreise stiegen.
  • Brent-Rohöl stieg über 104 Dollar pro Barrel, während die Befürchtungen um die Straße von Hormus bestehen.
  • Händler haben die Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve in diesem Jahr weitgehend abgelehnt.

Der US-Dollar blieb am Dienstag stabil, obwohl die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen im Nahen Osten nachließen und die Ölpreise weiter stiegen. Die Märkte balancieren nun zwei gegensätzliche Kräfte, nämlich das steigende geopolitische Risiko und die Erwartung, dass die Zentralbanken die Zinssätze länger hochhalten.

Investoren wurden vorsichtiger, nachdem Donald Trump den Iran-Waffenstillstand nach Teherans Ablehnung des jüngsten US-Friedensvorschlags als „auf Lebenserhaltung“ bezeichnete. Die Kommentare führten zu Befürchtungen, dass der Konflikt, der Ende Februar begann, bis weit in die zweite Jahreshälfte andauern könnte.

Der Krieg hat bereits den Energiefluss in der Region gestört und die Straße von Hormus mit minimaler Kapazität betrieben. Vor dem Konflikt bearbeitete der Wasserweg etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen.

Das Brent-Rohöl stieg um 0,3 % auf 104,55 US-Dollar pro Barrel, während das US West Texas Intermediate Rohöl nahe 98,17 US-Dollar gehandelt wurde. Die Ölmärkte bleiben äußerst empfindlich gegenüber jeglichen Schlagzeilen im Zusammenhang mit dem Konflikt oder der Schifffahrtsaktivitäten rund um Hormus.

Dollar bleibt trotz geopolitischem Druck stabil

Die Devisenmärkte blieben trotz steigender Ölpreise und wachsender Unsicherheit in der Diplomatie überraschend ruhig.

Der Euro lag bei etwa 1,1775 US-Dollar, während das britische Pfund etwa 1,3602 US-Dollar hielt. Der US-Dollar-Index blieb nahe bei 97,98, da Investoren eine aggressive Positionierung vor neuen Inflationsdaten und Trumps bevorstehendem Besuch in China vermieden.

Analysten sagten, der Dollar profitiere weiterhin von der Nachfrage nach sicheren Hafen, obwohl die Gewinne begrenzt geblieben sind, da die Märkte die Situation noch nicht als umfassende Finanzpanik behandeln.

Laut Reuters sagte Christopher Wong, Währungsstratege bei OCBC, dass Trumps Ablehnung des iranischen Vorschlags dazu beigetragen habe, einen Untergrund unter den Dollar zu legen, aber Händler scheinen weiterhin vorsichtig zu sein, nicht zu überreagieren, sofern die militärische Eskalation nicht weiter zunimmt.

Die breitere Marktreaktion deutet darauf hin, dass Investoren weiterhin glauben, dass eine diplomatische Stabilisierung möglich bleibt, auch wenn die Verhandlungen derzeit ins Stocken geraten scheinen.

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Ölpreise verändern die Inflationserwartungen

Die größte Marktauswirkung des Konflikts zeigt sich weiterhin durch die Energiepreise. Höhere Ölpreise fließen direkt in die Inflationserwartungen auf den globalen Märkten ein.

Investoren erwarten nun, dass Transportkosten, Lebensmittelpreise und Produktionskosten hoch bleiben, wenn der Konflikt andauert und der Versand über Hormuz eingeschränkt bleibt.

Interessanterweise erwarteten Händler vor Beginn des Iran-Krieges zwei Zinssenkungen der Federal Reserve in diesem Jahr. Diese Erwartungen sind inzwischen weitgehend verschwunden , da die ölgetriebenen Inflationsrisiken zunehmen.

Die US-Staatsanleihenrenditen sind bereits gestiegen. Die Leitzinszins für 10-jährige Staatsanleihen lag bei etwa 4,418 %, nachdem sie in der vorherigen Sitzung um fast 5 Basispunkte gestiegen war.

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