- Indiens Ermittlung zum Bitcoin-Betrug entwickelt sich von einem Cyberkriminalitätsfall zu einem großen politischen Brennpunkt.
- Die Karnataka SIT nennt Mohammed Haris Nalapad, Sohn des Kongress-Abgeordneten, im Fall von Krypto-Betrug.
- Indien sieht sich mit steigender Kryptokriminalität konfrontiert, wobei die Bitcoin-Untersuchung die Herausforderungen bei der Durchsetzung hervorhebt.
Die Ermittlung des Bitcoin-Skandals in Indien hat eine politische Dimension angenommen, nachdem Karnatakas Innenminister Priyank Kharge angedeutet hatte, dass auch Führer der Oppositionspartei Bharatiya Janata Party (BJP) genannt werden könnten.
Die Äußerungen folgten auf Berichte, dass das Sonderermittlungsteam der Polizei von Karnataka (SIT) Mohammed Haris Nalapad, den Sohn des Kongress-Abgeordneten N.A. Haris, als Angeklagten in einer Betrugsuntersuchung im Zusammenhang mit Kryptowährungen genannt hatte. Die Entwicklung hat im weiteren Verlauf der Untersuchung eine breitere politische Aufmerksamkeit auf den Fall gelenkt.
Im Gespräch mit Reportern in Bengaluru sagte Kharge, die Untersuchung werde transparent geführt und deutete an, dass sie über eine einzelne politische Partei hinausgehen könne. „Soweit ich weiß, gibt es viele andere Namen, darunter auch die von BJP-Führern“, sagte er. „Es wird auch nach vorne kommen.“
SIT-Anklageschrift erweitert die Ermittlungen
Der Fall basiert auf einer Anklageschrift, die vom Special Investigation Team (SIT) am 20. Mai vor einem Gericht in Bengaluru eingereicht wurde. Berichten zufolge nannten Ermittler Mohammed Haris Nalapad als einen der mutmaßlichen Begünstigten eines Kryptowährungsdiebstahls, der mit einem Verstoß auf die in Tumakuru ansässige Unocoin-Börse im Jahr 2017 in Verbindung stand.
Zum Zeitpunkt des Hacks wurde die gestohlene Kryptowährung auf etwa ₹1,14 Crore bewertet. Bei aktuellen Marktpreisen wird der Wert der Vermögenswerte nun auf mehr als ₹35 Crore geschätzt.
Ermittler sagen, Mohammed sei daran beteiligt gewesen, die gestohlene Kryptowährung über Hawala-Kanäle in Bargeld umzuwandeln.
Die Anklageschrift nennt außerdem Srikrishna Ramesh, weithin bekannt als „Sriki“, als mutmaßlichen Mastermind, zusammen mit dem Buchhalter Robin Khandelwal. Beide wurden nach kürzlichen Festnahmen im Zusammenhang mit den Ermittlungen in Haft genommen.
(adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});Indien steht vor zunehmenden Herausforderungen im Bereich der Krypto-Kriminalität
Die Bitcoin-Untersuchung erfolgt vor dem Hintergrund eines breiteren Anstiegs der kryptowährungsbezogenen Kriminalität in ganz Indien.
In einem aktuellen Fall verweigerte das Oberste Gericht von Delhi einem Angeklagten in einem Kryptobetrug von ₹1 Crore im Zusammenhang mit USDT-Transaktionen die vorwegige Kaution, was eine strengere gerichtliche Prüfung von Straftaten im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten unterstreicht.
In Gujarat nahm die Polizei zwei Verdächtige in einer separaten Untersuchung fest, die mit mutmaßlicher Terrorfinanzierung, Drogenhandel und Kryptowährungstransfers in Verbindung stehen. Die Behörden berichteten, dass die Verdächtigen 5.000 USDT über Geldbörsen erhielten, die angeblich mit sanktionierten Einrichtungen in Verbindung stehen.
Separat zerschlug die Polizei von Delhi ein Cyberbetrugsnetzwerk, das beschuldigt wird, mehr als 74 Lakh ₹ über Kryptowährungskanäle gewaschen zu haben.
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