- Senatorin Cynthia Lummis und die Vorsitzenden des Senatsausschusses veröffentlichten ein neues Informationsblatt zum CLARITY Act.
- Es geht auf viele gängige Kritikpunkte ein, von Wertpapierregeln bis hin zur Rolle von AML und CFTC.
- Wichtige Fragen bleiben, darunter die Koordination von SEC und CFTC sowie die Einhaltung von DeFi.
Letzte Woche veröffentlichten Senatorin Cynthia Lummis und die Vorsitzenden des Senatsausschusses ein aktualisiertes Dokument „Myth vs. Fact: The CLARITY Act“.
Dies ist im Wesentlichen eine Reaktion auf den Widerstand, der aufkam, während der Senat sich der Debatte über das große Kryptomarktgesetz nähert. Das Dokument führt keine neuen Richtlinien ein, sondern versucht stattdessen zu erklären, was das Gesetz tatsächlich bewirkt und wo die Gesetzgeber glauben, dass Kritiker falsch liegen.
Es behandelt mehr als ein Dutzend häufige Kritikpunkte und umfasst alles von Wertpapierregeln und Anlegerschutz bis hin zu Anti-Geldwäsche (AML), DeFi, Selbstverwahrung, Softwareentwicklern, der Rolle der CFTC und den Lehren aus dem FTX-Zusammenbruch.
Hauptkritik
Eine der größten Kritikpunkte am CLARITY Act ist, dass er es Krypto-Projekten erlaubt, der Aufsicht der SEC zu umgehen, indem sie Token als Rohstoffe statt als Wertpapiere bezeichnet werden. Das Dokument sagt jedoch, dass dies nicht stimmt, und laut dem Informationsblatt sind Wertpapiere weiterhin Wertpapiere, die SEC behält die Autorität über digitale Vermögenswerte, Offenlegungsregeln gelten weiterhin, Wiederverkaufsgrenzen bestehen weiterhin und die Betrugsbekämpfung bleibt unverändert.
Eine weitere Kritik am CLARITY Act ist, dass Unternehmen die Lücken zwischen SEC und CFTC ausnutzen könnten. Das Papier stellt fest, dass der Gesetzentwurf statt Überschneidungen die Aufgaben klar aufteilt, einen gemeinsamen SEC-CFTC-Ausschuss einrichtet und Regeln enthält, die regulatorische Arbitrage verhindern sollen. Die Beseitigung der langjährigen Unklarheit rund um die Regulierung digitaler Vermögenswerte ist eines der Hauptziele des CLARITY Act.
Außerdem haben Kritiker des Gesetzes betont, dass jedes Krypto-Gesetz sich stärker auf Geldwäsche und nationale Sicherheit konzentrieren sollte. Das Faktenblatt verweist daraufhin auf mehrere Maßnahmen im Gesetz, wie AML und Regeln zur Terrorismusbekämpfung für bestimmte Unternehmen oder strengere Sanktionsdurchsetzung. Befürworter bezeichnen dies als das härteste AML-Framework für digitale Vermögenswerte, das die USA je gesehen haben.
Wahrscheinlich das größte Missverständnis betrifft DeFi. Das Dokument betont, dass der Gesetzentwurf DeFi nicht von der Aufsicht ausnimmt. Stattdessen trennt sie wirklich dezentrale Software von Vermittlern, die weiterhin eine bedeutende Kontrolle behalten. Zentralisierte Akteure, die mit DeFi interagieren, müssen weiterhin Risiko- und Compliance-Regeln einhalten, aber der Code selbst erhält Schutz.
Beantwortet das Dokument die Kritik?
Im Großen und Ganzen räumt das Papier einige technische Missverständnisse auf, indem es darauf hinweist, dass die SEC nicht abgeschafft ist, Wertpapiergesetze weiterhin gelten, AML-Regeln strenger werden, Selbstverwahrung erhalten bleibt, Entwickler geschützt sind und mehr.
Das Faktenblatt ist jedoch keine unabhängige juristische Übersicht, sondern ein Interessenvertretungsdokument für die Unterstützer des Gesetzes.
Daher bleiben einige bemerkenswerte Fragen und Fragen offen, etwa ob die Trennung zwischen SEC und CFTC in der Praxis reibungslos funktionieren wird, wie die Regulierungsbehörden „ausreichend dezentralisiert“ definieren werden, ob DeFi-Konformität erfolgen kann, ohne die Protokolle zu brechen, und ob die CFTC über genügend Ressourcen verfügt, um selbst mit der vorgeschlagenen Finanzierung des Gesetzes einen deutlich größeren Kryptomarkt zu bewältigen.
Kurz gesagt, das Dokument beantwortet viele politische Kritikpunkte, aber es kann keine Dinge klären, die auf die Durchsetzung der Regeln, zukünftige Entscheidungen und Gerichtsurteile hinauslaufen.
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