Wie das Krypto-Steuergesetz von Illinois die dezentrale Finanzwelt bedroht

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  • Digital Chamber verklagt Illinois wegen einer neuen Steuer auf Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten.
  • Traditionelle Finanzen haben klare Vermittler wie Banken oder Broker, aber Blockchains nicht.
  • Das Gesetz könnte Infrastrukturanbieter unbeabsichtigt als Finanzinstitute behandeln.

Eine Krypto-Interessenvertretung namens Digital Chamber verklagt Illinois wegen einer neuen Steuer auf Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten. Gouverneur JB Pritzker hat gerade die 0,2 % Privilegsteuer unterzeichnet (0,2 % Steuer auf den Austausch, die Übertragung oder die Verwahrung digitaler Vermögenswerte eines Kunden), und sie stößt bereits auf viel Widerstand.

Die Klage argumentiert, dass das Gesetz bestimmte Kryptounternehmen unrechtmäßig verpflichtet, staatliche Steuern auf Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten zu erheben und abzuführen. Kritiker sagen, dass Teile des Gesetzes die Last für Blockchain-Nutzer aufbürden, die oft nicht über die Informationen oder sogar die technischen Werkzeuge verfügen, die sie zur Einhaltung benötigen.

Das Hauptproblem hier ist, wer diese Steuern einziehen und melden soll. In der traditionellen Finanzwelt gibt es klare Vermittler wie Banken oder Broker, aber Blockchain-Netzwerke haben oft niemanden in dieser Rolle.

Stattdessen könnte der Prozess Validatoren, Miner, Knotenbetreiber, Smart Contracts, dezentrale Börsen oder Liquiditätspools umfassen. Viele dieser Teilnehmer halten nie tatsächlich das Geld der Kunden oder wissen sogar, wer ihre Kunden sind.

Wenn sie verpflichtet wären, Steuerinformationen zu erfassen, könnten sie dies nicht erfüllen, ohne die dezentrale Funktionsweise von Grund auf komplett neu zu gestalten.

Potenzielle Auswirkungen auf DeFi

Sollte das Gericht strenge Meldepflichten durchsetzen, könnten dezentrale Finanzprojekte (DeFi) deutlich mehr rechtliche Probleme und Unsicherheiten erfahren.

Im Gegensatz zu zentralisierten Börsen führen DeFi-Protokolle in der Regel keine KYC-Prüfungen durch, können keine Wallet-Besitzer identifizieren, führen Transaktionen automatisch über Smart Contracts aus und haben oft keinen zentralen Betreiber.

Zu versuchen, diese Protokolle (oder die Unternehmen, die sie unterstützen) dazu zu zwingen, Steuerinformationen zu sammeln, könnte aus technischer Sicht nahezu unmöglich sein. Das könnte Entwickler zweimal überlegen lassen, bevor sie neue DeFi-Projekte an Orten mit strengen Meldevorschriften starten.

Eine weitere Sorge ist, dass das Gesetz Infrastrukturanbieter wie Validatoren oder Knotenbetreiber unbeabsichtigt als tatsächliche Finanzinstitute behandeln könnte. Wenn sie mit denselben Meldevorschriften wie Banken und Makler konfrontiert werden, könnten die Kosten in die Höhe schnellen.

Außerdem könnten Krypto-Unternehmen, wenn sich mehr US-Bundesstaaten auf ähnliche Gesetze einlassen, mit einem chaotischen Flickwerk unterschiedlicher bundesstaatlicher Anforderungen konfrontiert werden. Anstatt einfach nur eine bundesstaatliche Regel zu befolgen, müssten sie vielleicht separate Systeme für Dutzende von Bundesstaaten bauen, was wiederum alles teurer und komplizierter machen würde.

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