- Bitcoins 22 % fielen seit dem Mai-Hoch, aber Analysten sagen, dass die tatsächliche Marktkapitulation weiterhin fehlt.
- On-Chain-Daten zeigen zunehmenden Stress, da das Kapital Bitcoin verlässt, doch die Panikniveaus bleiben unter historischen Tiefen.
- Miner-Druck, Börsenzuflüsse und schwache Nachfragesignale deuten darauf hin, dass Bitcoin in Zukunft mit mehr Volatilität rechnen könnte.
Der Rückgang von Bitcoin vertiefte die Besorgnis im gesamten Kryptomarkt, nachdem mehr als 12 Milliarden Dollar das Netzwerk verlassen hatten, der Token um 22 % vom Mai-Hoch fiel und Investoren 25 Tage in Folge Verluste verzeichneten. Doch ein On-Chain-Analyst sagt, der Ausverkauf habe nicht die Art von Panik erreicht, die historisch große Markttiefs geprägt hat.
Axel Adler Jr von CryptoQuant argumentierte in einem Beitrag auf X, dass der aktuelle Abschwung eher wie eine verlängerte Korrektur als wie eine vollständige Kapitulation aussieht. „BTC: Das ist immer noch keine Kapitulation“, schrieb er und verwies auf eine Reihe von Indikatoren, die zeigen, dass der Stress steigt, aber noch nicht extrem ist.
Kurz gesagt: Händler stehen unter Druck, aber der Markt hat nicht die weit verbreitete Angst und den Zwangsverkauf erlebt, die oft auf einen dauerhaften Tiefpunkt hindeuten. Das deutet darauf hin, dass Bitcoin vor der Stabilisierung der Preise weiter schwächer werden könnte.
On-Chain-Kennzahlen zeigen zunehmenden Marktstress
Adler verwies auf die Realized-Cap-Netto-Positionsänderung von Bitcoin, die nach monatelanger starker Akkumulation kürzlich negativ wurde. Der Indikator liegt nun bei etwa -1,3 %, was darauf hindeutet, dass das Kapital das Netzwerk weiterhin verlässt, anstatt es zu betreten.

Darüber hinaus hob der Analyst den MVRV Z-Score von Bitcoin hervor, der deutlich abgekühlt ist. Er stellte fest, dass die Kennzahl derzeit bei 0,32 liegt, weit unter dem Durchschnitt von 1,71. Obwohl der Rückgang Anzeichen einer Überhitzung beseitigte, hat er nicht die tief belasteten Werte erreicht, die bei früheren Bärenmarkttiefen beobachtet wurden.
Er betonte jedoch, dass extreme Panik weiterhin fehlt. Laut Adler erzählen inzwischen mehrere unabhängige Indikatoren dieselbe Geschichte. „Das Signal kommt nicht von einem Indikator, sondern von fünf unabhängigen Metriken gleichzeitig.“
Wechselflüsse und Miner lassen Warnsignale auffallen
Neben der Schwächung der Bewertungskennzahlen spiegelt die Börsenaktivität auch einen wachsenden Druck wider. Adler meldete Nettozuflüsse von etwa 91.000 BTC an die Börsen, während die Stablecoin-Salden um etwa 119 Millionen US-Dollar zurückgingen.
„Der Mechanismus ist einfach“, erklärte er . „BTC wechselt auf Börsen – das Angebot steigt. Stablecoins verlassen die Börsen – die Nachfrage sinkt.“
Zudem hat die jüngste Erholung von Bitcoin aus dem 60.000-Dollar-Bereich den Analysten nicht überzeugt. Er argumentierte, dass Short Covering die Erholung vorantrieb und nicht die frische, gehebelte Nachfrage. Das offene Interesse sank, während die Preise stiegen, was darauf hindeutet, dass Trader Positionen geschlossen haben, anstatt neue bullish Wetten zu eröffnen.
Auch die Minerdaten zeichnen ein beunruhigendes Bild. Der Bitcoin-Preis-zu-Miner-Umsatz-Multiplikator ist von 160 auf 80 gefallen, was auf eine schwächere Mining-Ökonomie hinweist. Darüber hinaus handelt Bitcoin etwa 21 % unter seinem Schwierigkeitsgrad-Bottom-Niveau.
Adler warnte, dass der Stress der Bergleute sich verstärken könnte, falls sich die Bedingungen verschlechtern. „Wenn Puell unter 0,50 fällt und BTC unter 55.000 $ bricht, beginnt der zwangsweise Miner-Verkauf.“

Historisch gesehen trugen solche Bedingungen dazu bei, in den Jahren 2018 und 2022 wichtige Markttiefs zu bilden. Daher glaubt Adler, dass die kommenden Wochen darüber entscheiden könnten, ob Bitcoin bereits Unterstützung gefunden hat oder noch einen weiteren bedeutenden Abstieg erwartet.
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